Freche Guerilla-Aktion: Euronics kapert das Bundeskanzleramt

Das Bundeskanzleramt wird im Volksmund auch Waschmaschine genannt. Dies haben Euronics und Jung von Matt/Spree an diesem Dienstagmorgen für eine Guerilla-Aktion ausgenutzt, um dort spektakulär auf der Großfläche für seine energieeffizienten Waschmaschinen zu werben. Ganz genehmigt war die Sache natürlich nicht.

Text: Anja Janotta

22. May. 2012

Das Bundeskanzleramt wird im Volksmund auch Waschmaschine genannt. Dies hat Elektronikhändler Euronics an diesem Dienstagmorgen für eine Guerilla-Aktion ausgenutzt, um dort auf der Großfläche für seine energieeffizienten Waschmaschinen zu werben. Dies sei nicht Deutschlands sparsamste Waschmaschine, so der Text, der rechts und links auf das Kanzleramt projeziert wurde, aber Euronics habe Öko-effiziente Modelle im Angebot.

Genehmigt hatte das Bundeskanzleramt die Aktion natürlich nicht. "Liebes Bundeskanzleramt," zeigt deswegen das letzte Dia, "wir haben zwar keine Genehmigung, aber du hoffentlich Humor." Bislang hielten sich die Reaktionen noch in Grenzen, so eine Euronics-Sprecherin. Zum Teil sei das aber darin begründet, dass das Kapern in den frühen Morgenstunden stattfand. Ob das alles tatsächlich so durchgeht, bleibt abzuwarten - bemerkenswert frech und witzig ist die Aktion allemal.

Die Guerilla-Attacke wurde von Jung von Matt/Spree gestaltet. Als Creative Director waren  Arndt Poguntke, Florian Kitzing, als Texter Manuel Wenzel,  als Art Director David Stadtmüller und als Berater Florian Mika, Frank Kretzschmar beteiligt. Event-Partner für Euronics ist Commandante Berlin.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit