H&M: Blasser Beckham

So bekommen fußballspielende Europäer keinen Fuß in die US-Football-Liga. H&M enttäuscht mit dem neuen Beckham-Spot zum Super Bowl.

Text: Anja Janotta

31. Jan. 2012

Verstehen wir uns nicht falsch: H&M kann kluge Spots machen. Der Donatella-Versace-Spot im Herbst 2011 war eine Innovation, schräg, schrill und extravagant. Dieser Spot mit David Beckham ist - fad. Langweilig. Abgeschmackt. Haben wir alles schon so gesehen: die schwüle Schwarz-Weiß-Szenerie, die sexy Muskeln, die strammen Tattoos, den aufreizenden Augenaufschlag. Dumm nur, dass Beckham damals einen anderen Markennamen statt des eigenen H&M-Labels am Bündchen getragen hat: Armani. Und genau damit ist er auch der Damenwelt in Erinnerung geblieben.

Dass H&M dann auch noch gerade beim Debut beim Super Bowl soviel Mediabudget verbrät, nur um eine andere Marke zu stärken, ist ziemlich unglücklich. Aber in Indianpolis geht's ja um Football, nicht um Fußball. Vielleicht sollten die Ikonen der Konkurrenz-Sportart einfach mal ihren Fuß vom Rasen nehmen, sich was Ordentliches drüberziehen und einfach nur von der Tribüne aus mitjubeln.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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