Image ist alles oder: Wie Fedex bösen Jungs hilft

Selbst ein schlechter Ruf ist immerhin ein Ruf - und den gilt es zu wahren. Was das mit Golfschlägern zu tun hat und damit, dass Fedex überallhin liefert, zeigt BBDO, New York.

Text: Susanne Herrmann

07. Aug. 2012

Selbst ein schlechter Ruf ist immerhin ein Ruf - und den gilt es zu wahren. Immerhin ist es das Image, das verkauft, und nicht zwingend die Wahrheit. Apple verkauft, weil es dafür steht, benutzerfreundliche Geräte zu entwickeln. BMW verkauft, weil die Kunden sich "Freude am Fahren" wünschen. Und eine Heavy-Metal-Band verkauft, weil sie abgrundtief böse ist. Was das mit Golfschlägern zu tun hat und damit, dass Fedex überallhin liefert, zeigt BBDO, New York.

Ein Zustelldienst als Vertuschungsgehilfe - und das nicht mit neutralen Umschlägen für nicht jugendfreie Magazine, sondern mit Lieferservice für Sperrgepäck - wunderbar.

Gegen alles sein ist das Motto, dazu passt es weder, wenn ein Rocker der Omi über die Straße hilft, noch wenn er sich gepflegt auf dem Golfplatz amüsiert und mit all den arrivierten Strebern auf du und du ist. Damit die zombie-artigen Mitglieder der "gefährlichsten Band der Welt" also nicht auffliegen, weil sie mit Golftaschen erwischt werden, hilft Fedex mit schnellen und diskreten Lieferungen selbst sperriger Sportartikel, das Gesicht zu wahren. Nur wie man Hotelzimmer demoliert, das müssen die Jungs noch selbst hinkriegen.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



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