Kreation des Tages :
Rebuy.de: Wenn die Chefs die Hosen runterlassen

Negative Verkaufsargumente - anders kann man die seltsame Kampagne der Gründer von rebuy.de nicht bezeichnen. Oder würden Sie einem Chef in grünen Glitzer-Unterhosen über den Weg trauen?

Text: Anja Janotta

09. Jan. 2013 - 3 Kommentare

Wahrscheinlich sollte es cool wirken, wahrscheinlich sollte alles nach innovativem Startup aussehen, nach unkonventioneller Garagen-Firma. Wahrscheinlich wollten die Gründer von rebuy.de ihren Kunden und Mitarbeitern einfach nur mal zeigen, wie lässig sie sind. Sie dürfen sich, bittesehr, den Chef auch gerne mal in Unterhosen vorstellen...

Aber grüne Glitzer-Shorts??? Echt jetzt? Das muss doch wirklich nicht sein! Auch das scharfe Bunny, das lieber hübsch rumsteht als die Waren einpackt, der Holzfäller-Hemdsärmlige, der durchs Bild fliegt und der nächste, der die Kartons mit der wertvollen Ware achtlos in die Ecke pfeffert - was sollen die uns sagen?

Bitte nicht falsch verstehen, liebe Agentur TryNoAgency und liebe Produktion Elephant Film, das hier ist kein Plädoyer für langweilige Kommunikation für bierernste Unternehmensgründer. Aber die Frage darf man sich bei aller anti-seriöser Gaga-Werbung doch schon mal stellen: Geht es bei einem Verkaufsportal nicht um das Vertrauen der Nutzer? Würden Sie einem Chef in grüner Pailletten-Wäsche über den Weg trauen? Echt jetzt?


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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