Zum Kotzen: Leitz schockt mit Ekel-Werbung

Die Angestellten speien schlechten Kaffee auf den Konferenztisch: Warum diese Leitz-Webrung mehr als nur einen schalen Nachgeschmack hinterlässt. 

Text: Anja Janotta

03. Jul. 2012

Nichts ist dem Angestellten peinlich: Nicht der pizza-große Kaffee-Fleck auf dem weißen Hemd, nicht, dass er eine braune Fontäne Kaffee mitten auf den Konferenztisch speit, nicht einmal, dass er später auch noch seine Kollegen in  hohem Bogen bespuckt. Nicht zu billig einkaufen - weder Kaffee, noch das Büromaterial - so die Botschaft von Leitz. Doch leider ist dieser  britische Spot nichts weiter als eine Anleitung zum Fremdschämen.

Leider hat Leitz nämlich die eigene Warnung nicht beherzigt und ebenfalls auf zu billig gesetzt: Zu billige Mittel der Effekthascherei, zu billig die Botschaft, zu billig die Bildsprache: Am Schluss wird vom Leitz-laminierten Papier der Kaffee-Fleck wieder weggewischt. Welche Qualitätsmarke will sich ernsthaft mit sich übergebenden Testimonials in Verbindung bringen lassen? Denn das ist, was - von der Erinnerung vereinfacht- schlussendlich beim Kunden haften bleibt: Die Marke ist zum Kotzen...

Schade, jetzt muss Leitz viel Überzeugungsarbeit leisten, um diesen Eindruck wieder wegzuwischen.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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