Hang zu Stereotypen macht auch vor Recruiting-Filmen nicht halt

Kaum eine Karriereseite, die mittlerweile auf Statements eigener Mitarbeiter verzichten möchte. Authentizität ist das Schlagwort, ja das Gebot der Stunde. Dumm nur, wenn diese Mitarbeiterstatements beginnen, sich ebenfalls mehr und mehr zu ähneln - während die Inhalte verflachen.

Gleichzeitig zeigen viele Image- und Recruitingvideos den Alltag in stereotypen Szenen, die eben ganz und gar nicht authentisch sind: Wer hebt schon freiwillig den Daumen in eine Kamera? Warum gibt es in gefühlt jedem zweiten Film den unvermeidlichen Handshake? Und warum in praktisch jedem Unternehmen, das sich jung geben will, einen Tischkicker, an dem superfröhlich gespielt wird?

"Wir drehen viele Interviews mit Mitarbeitern. Das gehört zu unserem Kerngeschäft“, so Peter Schels, Geschäftsführer der Al Dente und Regisseur beider Filme, "aber man muss schon sehr darauf achten, dass die Personen, die für ein Unternehmen sprechen, tatsächlich echt rüber kommen. Gerade junge Leute haben dafür sehr feine Antennen."

Hier das "total authentische Recruiting-Video":

Wer es noch nicht kennt, hier das Viral "S'Lebn is a Freid":


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".