Grabarz & Partner :
Brennen für einen Job bei Burger King

Die Schnellrestaurants suchen Feuerliebhaber. In der Recruiting-Kampagne inszeniert Grabarz & Partner die Grill-Philosophie von Burger King.

Text: Susanne Herrmann

Feuerspucken? Schön und gut, aber für Flammen sieht Burger King andere Einsatzmöglichkeiten.
Feuerspucken? Schön und gut, aber für Flammen sieht Burger King andere Einsatzmöglichkeiten.

Feuer, Feuer und Flamme, Leidenschaft - das ist eine Assoziationskette, die gut zur Personalwerbung passt. Schließlich wünschen sich alle Firmen neue Mitarbeiter, die für das Unternehmen brennen. Im übertragenen Sinne, versteht sich. Ob das immer so passt, ist eine andere Frage.

Bei Burger King, wo "Grillen statt Braten" seit jeher Firmenmotto ist und tagtäglich die Feuerstelle brennt, hat man sich nun auf eben jene Tugend für eine Personalkampagne besonnen. "Liebe zum Feuer? Leidenschaft für Flammen?" - das sollten Mitarbeiter mitbringen, weil sie bei Burger King seit 1954 den Grill anfachen, um den Gästen "auf offener Flamme gegrillte Beef-Burger zu servieren".

Grillen also statt Abfackeln. Übertragen hat das die Agentur Grabarz & Partner für Burger King in drei Motive, die in deutschen Großstädten Feuerliebhaber in unterschiedlichen Situationen zeigen. Die Großflächenplakate sind der Auftakt für eine große Employer-Branding-Kampagne, die im Laufe des Jahres ausgerollt wird.

Bengalos im Stadion? Blöde Idee - besser Whopper auf offener Flamme grillen, findet Burger King.

Bengalos im Stadion? Blöde Idee - besser Whopper auf offener Flamme grillen, findet Burger King.

Die Motive werden als sogenannte großflächige Motorposter in Hamburg, Hannover und Berlin vor städtischen Sehenswürdigkeiten zu sehen sein, darüber hinaus als ganzseitige Anzeigen in Musikexpress, Metal Hammer und 11 Freunde erscheinen.

Denn sie transportieren eine weitere Botschaft: So faszinierend Feuer sein mag, gibt es doch positiv wie negativ besetzte Anwendungsmöglichkeiten, suggerieren die Bilder. "Statt Bengalos im Stadion anzuzünden oder Feuer in der Öffentlichkeit zu spucken, sollte man sich bei solch einer brandheißen Leidenschaft lieber bei Burger King bewerben", schreibt das Unternehmen. Denn bei der Schnellrestaurantkette nutze man Feuer "nicht für Spektakel oder gar Gewalt, sondern um Gäste und Fans jeden Tag mit dem Geschmack flammengegrillter Beef-Burger zu erfreuen".

Dafür gebe es bei Burger King zahlreiche Möglichkeiten, vom Kassenmitarbeiter über Schichtführer bis hin zum Restaurantmanager bei einem der gut 160 Franchisenehmer.

Für die Kreation sind bei Grabarz & Partner Ralf Heuel (CCO), Tobias Ahrens (Group-CD), Jakob Eckstein (CD Text), Matthias Preuss (CD Art) sowie die ADs Jan Stempfle und Kaloyan Yanev und Texter Kai Reuter verantwortlich. Beratung: Tim Mangels. Mediaagentur: Vizeum Deutschland.

Wer Feuer liebt, ist bei BK richtig: Recruiting-Motive.

Wer Feuer liebt, ist bei BK richtig: Recruiting-Motive.

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Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.