5. Mentoren finden. Die besten Türöffner sind andere Menschen. "Über Mentoren kann man am schnellsten neue Kontakte knüpfen", sagt die Serviceplan-Managerin.

6. Frühzeitig anreisen und im besten Falle auch satt. "Man kann schlecht gleichzeitig essen und Fragen stellen", sagt die Netzwerk-Spezialistin.

7. Neugierig sein. Echtes Interesse zeigen, Fragen stellen

8. Visitenkarten nicht vergessen. Passiert öfter, als man meint

9. Nachhaken. Nach dem Event nochmal den Faden aufnehmen und eine Mail schicken. "Falls man einen interessanten Beitrag zu einem Thema findet, über das gesprochen wurde, einfach den Link weitergeben. Das verstärkt beim Gegenüber den positiven Eindruck".

10. Die wichtigste Regel lautet allerdings: Frühzeitig mit dem Netzwerken starten. Wer sich beruflich verändern möchte, sollte auf belastbare Kontakte zurückgreifen können

Christiane Wolff betreibt ihr Nettwerk seit 15 Jahren und weiß: Wer netzwerkt, muss "nie mehr eine Bewerbung versenden, man wird gefragt". Damit das klappt, ist allerdings auch eine ganze Menge Eigen-PR gefragt. Vor allem Social-Media-Kanäle wie Facebook, Xing und Linkedin bieten vielfältige Möglichkeiten. Nicole Kremer, Geschäftsführerin von Hofmann Consultants in Frankfurt und spezialisiert auf Executive Search, erklärt die wichtigsten Bausteine des Selbstmarketings.

8  Goldene Regeln für die digitale Reputation (N. Kremer):

1. Social Trademark. Frauen fällt es meist schwer, meint Kremer, ihre Stärken zu formulieren. Aber genau diese positiven Eigenschaften müssen in einem ersten Schritt herausgearbeitet werden. Sie bilden die Basis. "Habe ein Markenbewusstsein für dich selbst", sagt Kremer.

2. Habe ein Ziel vor Augen. Das darf ruhig ambitioniert sein. "Stell dir vor, du hättest 1 Mio Fans auf Facebook", sagt Nicole Kremer.

3. Mach dich groß. Suche nicht nach Schwächen. Stärke deine Stärken. Mehr Selbstvertrauen durch mehr Selbstbewusstsein. "Es ist wichtig, die eigenen Erfolge, die eigenen Ressourcen und die eigenen Talente herauszuarbeiten."

4. Entwickle daraus deinen USP. Aus Schlüsselbegriffen wie "Macherin", "Pionierin", "Kreativtalent", "Innovatorin" einen roten Faden entwickeln. Wofür stehe ich? "Headhunter suchen über Keywords wie Social Media, Online-Marketing, CRM oder Innovationsmanagement", sagt Kremer. Nur wer die eigenen Hard-Skills richtig identifiziere, werde darüber auch gefunden. Essenziell: In ein professionelles Foto zu investieren. Es ist die wichtigste Werbefläche

5. Wähle die richtigen Botschaften auf den richtigen Kanälen. Ein und die gleiche Nachricht auf alle Kanälen, das funktioniert nicht. Twitter, Instagram, Snapchat und Facebook folgen ihren eigenen Regeln und haben auch ihre eigene Sprache. Bei letzterem empfehle es sich, Berufliches und Privates zu trennen. Kremers Rat: zwei getrennte Auftritte

6. Nutze deine Kontakte. Förderlich sind auch Empfehlungsfunktionen auf Seiten wie Linkedin. Knappe, aber aussagefähige Empfehlungen (Endorsements oder Recommendations) von Kunden und Geschäftspartnern sind extrem hilfreich. Außerdem sollte man einigen zum persönlichen Thema passenden Gruppen beitreten. Dort kann man zu Diskussionen der Gruppe Wissen beitragen und sich als Expertin positionieren.

7.  Lerne von den Erfolgreichen. Wer unsicher beim Anlegen des eigenen Profils ist, kann sich professionelle Hilfe holen. Unternehmen wie Social Trademark geben Hilfestellung oder organisieren den kompletten Auftritt. Ansonsten gilt: Schauen, wie erfolgreiche Profilnutzer ihren Social-Media-Auftritt gestalten und übernehmen, was passt und gefällt.

8. Plane dein Zeitbudget. Netzwerkpflege kostet Zeit. Durchschnittlich zwei Stunden pro Woche nimmt sich Kremer Zeit, um Beiträge oder Bilder zu posten - zu Events, Netzwerktreffen oder Workshops. "Aber auch über die eigenen Erfolge darf berichtet werden", sagt die Geschäftsführerin.

Den W&V Women Business Summit 2016 veranstaltet W&V gemeinsam mit der Bauer-Premium-Frauenzeitschrift "Cosmopolitan" sowie Miles & More.


Autor:

Lisa Priller-Gebhardt
Lisa Priller-Gebhardt

schreibt als Autorin überwiegend für W&V. Im Zentrum ihrer Berichterstattung steht die geschwätzigste aller Branchen, die der Medien. Nach der Ausbildung an der Burda Journalistenschule schrieb sie zunächst für Bunte und das Jugendmagazin der SZ, Jetzt. Am liebsten sind ihr Geschichten der Marke „heiß und fettig“.