Existenzgründungen :
In Deutschland wird weniger gegründet

Vonwegen: Alle wollen Startups gründen. Die Zahl der Existenzgründer in Deutschland sank um 13 Prozent. Besonders Frauen sind weniger risikofreudig.

Text: Anja Janotta

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Schon die vergangenen Jahre war der Trend rückläufig.
Schon die vergangenen Jahre war der Trend rückläufig.

Vonwegen: Alle wollen Startups gründen. Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt hat im vergangenen Jahr den Drang zur Selbstständigkeit gemindert. Die Zahl der Existenzgründer in Deutschland sank um 13 Prozent auf den bisher tiefsten Stand von 672.000 Personen, wie die staatseigene Förderbank KfW am Dienstag in Frankfurt berichtete. Die Jobchancen seien gut wie lange nicht. "Dies setzt der Gründungstätigkeit besonders zu", erläuterte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Das zeigte sich den Angaben zufolge vor allem bei der Zahl der Gründerinnen. Die Arbeitslosenquote von Frauen fiel auf 5,8 Prozent. Nur 270.000 Frauen wagten den Schritt in die Selbstständigkeit, ein Rückgang von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus der Vorabauswertung des aktuellen KfW-Gründungsmonitors hervorgeht. Bei Männern war das Minus mit 8 Prozent auf 402.000 Existenzgründungen nur halb so stark. Die Arbeitslosenquote der Männer hatte sich auf 6,4 Prozent verringert.

Für dieses Jahr erwartet die KfW wieder eine Zunahme der Gründungstätigkeit. "Darauf deutet die 2016 gestiegene Zahl der Gründungsplaner hin", erläuterte Zeuner. Die vollständigen Ergebnisse will die Förderbank im Mai vorstellen.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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