Radikaler Agentur-Umbau :
Ogilvy UK bietet allen Mitarbeitern Abfindungen an

Ob sie die Option annehmen wollen, müssen die rund 1200 Mitarbeiter bis zu diesem Freitag entscheiden. Ansonsten drohen Zwangsentlassungen.

Text: Franz Scheele

CEO Michael Frohlich arbeitet an einer "radikalen Restrukturierung" der Agentur
CEO Michael Frohlich arbeitet an einer "radikalen Restrukturierung" der Agentur

Im Zuge eines radikalen Umbaus der Agentur hat Ogilvy in Großbritannien allen Mitarbeitern freiwillige Abfindungsverträge angeboten. Der WPP-Dienstleister beschäftigt nach eigenen Angaben rund 1200 Leute im Vereinigten Königreich.

Die Mitarbeiter sind aufgefordert, sich bis diesen Freitag (2. November) zu melden, wenn sie einer freiwilligen Vertragsauflösung zustimmen wollen. Sollten nicht ausreichend viele diese Option wahrnehmen, könnte es zu zwangsweisen Entlassungen kommen, erklärte ein Ogilvy-Sprecher gegenüber dem Branchendienst The Drum.

Was dies aber bedeutet ist unklar, da Ogilvy bislang noch nicht kommuniziert hat, wie viele Arbeitsplätze konkret abgebaut werden sollen.

Radikale Restrukturierung

Der Schritt erfolgt, nachdem Michael Frohlich im Februar die Position des Chief Executive übernommen hat. Bereits bei seinem Amtsantritt hatte er eine "radikale Restrukturierung der Agentur" angekündigt.

Bei dem Arbeitsplatzabbau handle es sich nicht um eine Kostensenkungsmaßnahme, sondern es sei der abschließende Schritt des "Transformationsprozesses", in dem sich die Agentur befinde, heißt es. So hat Ogilvy in Großbritannien bereits die Sub-Marken Ogilvy & Mather, Ogilvy One und Ogilvy Public Relations abgeschafft und agiert künftig unter einer Gewinn- und Verlustrechnung.


Autor:

Franz Scheele
Franz Scheele

Schreibt als freier Autor für W&V Online. Unverbesserlich anglo- und amerikanophil interessieren ihn besonders die aktuellen und langfristigen Entwicklungen in den Medien- und Digitalmärkten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.