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Präsentationen: So unfassbar simpel tickt das Publikum

Ein Comedien beweist in einer Nonsense-Show: Souveräne Haltung, schicke Powerpoints - bei einer Präsentation zählt die Form oft mehr als der Inhalt. Das Kuriose: Die Show wirkt wirklich. Das Publikum rast.

Text: Anja Janotta

- 2 Kommentare

Standing Ovations sind planbar - sagt das Video.
Standing Ovations sind planbar - sagt das Video.

Ein Comedien beweist bei einer Nonsense-Show: Souveräne Haltung, schicke Powerpoints, bedeutungsvolle Gesten - bei einer Präsentation zählt die Form, nicht der Inhalt. Das Kuriose: Die Show wirkt trotzdem, obwohl man genau auf all die kleinen subtilen Tricks hingewiesen wird. Gemessene Schritte beim Betreten der Bühne zeigen Sounveränität, Fingerkuppen aneinander legen lässt einen als den großen Vordenker da stehen. Drei mal wiederholt wird die Aussage "Ich weiß es nicht" auf einmal gewichtig und alternativlos. Sogar der kleine Schluck Wasser kann eine Message enthalten.

Spätestens da hat der kanadische Comedien Pat Kelly mit seiner Show für den TV-Sender CBC das Publikum schon in seinen Bann gezogen. Er zeigt auf, wo genau der Vortragende seine lustigen Pausen machen muss, wann er eine lebnensverändernde Frage stellen muss und wann er die Leute direkt ansehen muss. Und es endet, wie es enden muss: In Standing Ovations.

Ein erstaunlicher Einblick, wie simpel das Publikum heute wirklich gestrickt ist:


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



2 Kommentare

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Anonymous User 9. September 2016

"Tschakka"! LOL ...

Anonymous User 14. Juni 2016

Grundsätzlich eine clevere Analyse der gängigen Shows von Apple und Co.

Dass das Publikum am Ende durchdreht, ist gewollt und somit bestimmt Teil der Inszenierung.

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