Allerdings zählt nicht jedes soziale Projekt, das ein Unternehmen in Angriff nimmt, auch sofort auf das Arbeitgeberimage ein. „Hier unterscheiden die Arbeitssuchenden sehr genau, ob CSR-Freundlichkeit ein bloßes Lippenbekenntnis oder ernst gemeint ist“, sagt Schier. Er macht drei Punkte aus, die ein positives Arbeitgeberimage unterstützen:

1. Nachhaltige und langfristige Projekte, die zum Unternehmen passen. Bewerber merken schnell, ob eine Aktion eine werbewirksame Eintagsfliege oder ein echtes, tiefer gehendes Engagement mit Herz ist. Passende Projekte erzielen Glaubwürdigkeit.

2. Tue Gutes und sprich darüber – und zwar intern wie extern. Eigene Mitarbeiter sind die beste Werbung für ihren Arbeitgeber. Das können sie aber nur sein, wenn sie wissen, welche Vorzüge ihr Arbeitgeber hat und welche positiven CSR-Projekte er verfolgt.

3. Echte Nachhaltigkeit darf sich nicht auf ein Projekt beschränken. Das Unternehmen muss dieses Ziel in sein gesamtes Handeln implementieren. Zum Beispiel sollte ein Unternehmen nicht Projekte gegen das Abholzen von Regenwäldern unterstützen, gleichzeitig aber im digitalen Zeitalter von Bewerbern noch mehrfach ausgedruckte Bewerbungsunterlagen verlangen.

Den internationalen Report zur Studie gibt es als PDF zum Download. Er kann auch unter nielsen@ergo-komm.de angefordert werden.



Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Autor: Frauke Schobelt

koordiniert und steuert als Newschefin der W&V den täglichen Newsdienst und schreibt selber über alles Mögliche in den Kanälen von W&V Online. Sie hat ein Faible für nationale und internationale Kampagnen, Markengeschichten, die "Kreation des Tages" und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.