Wohngemeinschaften von Berufstätigen seien daher im Kommen, hat Brauckmann beobachtet. München sei hier Spitzenreiter, auch in Berlin und anderen Großstädten suchten viele danach. Zugleich boomen Angebote für möbliertes Wohnen auf Zeit. "Die starre Grenze zwischen Beherbergungsgewerbe und Wohnungswirtschaft verschwimmt mehr und mehr", sagt der Geograf. Es bilde sich ein völlig neues Marktsegment für Vermietung zwischen einigen Monaten und zwei Jahren. Doch laut Brauckmann geht das zu langsam, das Angebot sei viel zu klein. Auch Wohnungsbaugesellschaften, so sagt Danielzyk, hätten Multilokale noch nicht als Markt entdeckt.

Dafür aber große Konzerne. Große Arbeitgeber springen sogar ein und stellen günstige Firmenwohnungen zur Verfügung. So baute die Deutsche Bahn zuletzt in Frankfurt am Main eigene Wohnungsbestände für ihre Mitarbeiter auf. Vollmöblierte Apartments "exklusiv für Bahner" mit flexiblen Mietdauern und "Rundum-Sorglos-Paket". Die Wohnung dient zunehmend wieder als Argument und Lockmittel für hoch qualifizierte Fachkräfte. (dpa)


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.