Umfrage: Liebe am Arbeitsplatz

Allen Flirtbörsen zum Trotz: Der Arbeitsplatz ist ein beliebter Ort für die Partnersuche. Laut einer aktuellen Umfrage der Online-Jobbörse kalaydo.de hatten rund 60 Prozent der über 1.100 Befragten schon einmal eine Beziehung zu einem Kollegen/in, knapp 20 Prozent können sich das vorstellen.

Text: Judith Stephan

Allen Flirtbörsen zum Trotz: Der Arbeitsplatz ist ein beliebter Ort für die Partnersuche. Laut einer aktuellen Umfrage der Online-Jobbörse kalaydo.de hatten rund 60 Prozent der über 1.100 Befragten schon einmal eine Beziehung zu einem Kollegen/in, knapp 20 Prozent können sich das vorstellen. Ein Viertel der Liierten hat sich Büronachbarn/innen ausgeguckt, fast 15 Prozent wurden bei einer Firmenfeier fündig. Im Unternehmen ist die Stimmung für die Liebe positiv: Nur rund 10 Prozent der Befragten und der Chefs haben etwas gegen die Beziehungen einzuwenden.

Die Umfrage von kalaydo.de macht deutlich, dass die "Liebe am Arbeitsplatz“ nicht nur häufig vorkommt, sondern auch weitgehend positiv innerhalb des Unternehmens aufgenommen wird. Allerdings gilt die Zustimmung nicht uneingeschränkt: Immerhin sehen 25 Prozent der Kollegen/innen und ein Drittel der Chefs die Turteltäubchen nicht gerne, tolerieren sie aber. Für jeden fünften Mitarbeiter verschlechtert sich jedoch die Arbeitsatmosphäre durch eine Liebesbeziehung. Kein Wunder also, dass 31 Prozent der Befragten Regeln für die Liebenden fordern: Nur 23 Prozent hat nichts gegen zärtliche Blicke einzuwenden, Küsschen und Händchenhalten finden nur 12 Prozent akzeptabel. Ob „Regelverstoß“ oder schwindende Gefühle, ein Ende der Beziehung hat kaum Auswirkungen auf den Job: Lediglich 12 Prozent würden den Arbeitsplatz wechseln, für 45 Prozent lässt sich das Dilemma irgendwie lösen.

Matthias Olten, Leiter der Jobbörse bei kalaydo.de: "Die Umfrage unterstreicht einmal mehr die Bedeutung einer ausgewogenen Arbeitsatmosphäre. Zufriedene und glückliche Mitarbeiter will jeder. Des einen Freud kann aber nicht des anderen Leid sein. Die richtige Mischung aus Freizügigkeit und Reglementierung zu finden, das ist der Königsweg für Verantwortliche. Davon wird dann auch das gesamte Unternehmen profitierten.“


Autor:

Judith Stephan
Judith Stephan

leitet seit fast zwanzig Jahren das Job & Karriere-Ressort der W&V. Ihr liegen vor allem die Themenbereiche Arbeitswelten und Jobperspektiven am Herzen. In ihrer Funktion als Chef vom Dienst ist sie in der Redaktion ebenfalls für Personalplanung, Aus- und Fortbildung zuständig.