Glassdoor-Daten :
Yahoo: So zufrieden sind Mitarbeiter unter Marissa Mayer

Nachdem Marissa Mayer ihre Stelle als neue Yahoo-Chefin 2012 antrat, hat sich einiges für die Mitarbeiter geändert. In den Glassdoor-Bewertungen hinkt das Internetunternehmen anderen Technik-Giganten hinterher.

Text: Thuy Linh Nguyen

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Über drei Jahre sitzt Marissa Mayer nun an der Spitze von Yahoo. Seitdem hat sich auch für die Mitarbeiter einiges geändert. Die 40-Jährige schaffte beispielsweise das Home Office ab, nachdem sie Zweifel an der Effizienz ihrer zu Hause tätigen Kollegen hatte. In der vergangenen Woche veröffentlichte die "New York Times" nun einen Artikel, der einen massiven "Brain drain" diagnostiziert. Bis zu 30 Prozent der Belegschaft sollen das Unternehmen im Lauf des vergangenen Jahres verlassen haben. Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter äußern sich zur Arbeitsatmosphäre und ihrer Haltung zur Chefin. 

Glassdoor lieferte dazu die Daten aus mehr als 2.200 Beurteilungen, die Yahoo-Mitarbeiter auf der Bewertungsplattform abgaben. Insgesamt erhielt der Konzern einen Wert von 3,5 (auf der 5-Punkte-Skala steht 1 für "sehr unzufrieden" und 5 für "sehr zufrieden") Zum Vergleich: Die durchschnittliche Bewertung von Unternehmen auf Glassdoor liegt bei 3,3. Das heißt wiederum, dass die Zufriedenheit bei Yahoo geringfügig über dem Durchschnitt liegt. Auch bei der Befürwortung der Geschäftsführung liegt der Konzern mit 72 Prozent über dem Mittelwert von 66 Prozent der rund 445.000 Unternehmen, die auf Glassdoor bewertet werden. 

Im Vergleich zu anderen Technologie-Giganten wie Google (4,4), Facebook (4,5), Twitter (4,0) oder Microsoft (3,8) liegt Yahoo mit seinem Wert allerdings weit zurück. Auch bei der Zustimmung zur Unternehmensspitze erhielten die anderen Konzerne jeweils mehr als 90 Prozent und hängen die Firma aus Sunnyvale ab. 

Bei genauerer Betrachtung der Mitarbeiterbewertungen kristallisieren sich einige Themen heraus, die die Angestellte als besonders gut oder schlecht empfinden. Hier eine Liste der Pros und Contras bei Yahoo:

Pro:

  • Intelligente Angestellte, die hart arbeiten (wird in 172 Bewertungen erwähnt)
  • Zusatzleistungen wie kostenlose Handys, Laptops und Essen (wird in 229 Bewertungen erwähnt)
  • gutes Arbeitsumfeld (wird in 166 Bewertungen erwähnt)

Contra:

  • Geschäftsleitung hat keine Pläne, um langfristig zu wachsen (in 94 Bewertungen erwähnt)
  • höheres Management ändert andauernd den Fokus (in 55 Bewertungen erwähnt)
  • Es werden keine klaren Entscheidungen getroffen (in 49 Bewertungen erwähnt)

So positiv wie es Glassdoor zusammengefasst hat, fällt der Bericht der "New York Times" nicht aus. In diesem scheinen die Mitarbeiter den Glauben an Marissa Mayer mit der Zeit immer mehr zu verlieren. Hier geht es zum Artikel.


1 Kommentar

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Anonymous User 14. Januar 2016

Hallo und guten Tag,
nicht nur die Mitarbeiter haben den Glauben an M. Mayer verloren !!!
Ganz wichtig sind die Anleger, die seit langen Jahren miterleben müssen, wie Ihr Geld verschwindet.
Die Mitarbeiter können sich eine neue Arbeitsstelle suchen und werden sicherlich fürstlich abgefunden.
Die Kleinanleger haben über lange Zeit mit ansehen müssen, wie ihr Aktienkauf auf das Minimum geschrumpft wurde.
In den frühen Jahren von Yahoo hat man gedacht, dass man in etwas tolles investiert und ich z.B. habe nicht mal an Gewinn gedacht.
Nach dem großen Anfangsboom der Aktie, viel sie völlig in den Keller und man konnte davon ausgehen, dass sich schon mal viele völlig gesund geschoben haben.
Ist nun wohl so in der Aktienwelt.
Was dann mit der Anstellung der M.M. passierte, schlägt nun wirklich dem Fass den Boden aus !!
Ein junges, ständig schwangeres weibliches Wesen, welches keine Ahnung hat und sich nur ständig die Gehaltsmillionen auszahlen lässt.
Mit der Idee der Veräußerung der " Alibaba-Anteile" hat sie alle Anleger getäuscht und ein ganzes Jahr bei der Stange gehalten.
Wen ich heute den Kurs der Aktie sehe, empfinde ich eine völlige Verasche und man sollte diese Leute, wenn es möglich wäre, verklagen !!!

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