Michèle Anders, Senior Social Media Manager, huth+wenzel

Michèle Anders, huth + wenzel

"Für mich ist das eine Generationsfrage. Der Alltag der jungen Zielgruppen gestaltet sich primär vertikal. TikToks asiatische Schwester Douyin etwa zeigt bereits ganze Filme und Shows in 9:16. Auch auf YouTube empfiehlt es sich seit ein paar Jahren, Ads sowohl in 16:9, als auch in 9:16 anzulegen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch hier dank Gen Z eine größere vertikale Welle losgetreten wird. Zeitgleich kann die Generation Alpha ihre LEGO-Werke auf Wunsch via App in eine vertikale AR-Landschaft übertragen. Das prägt. Das 16:9-Format hingegen ist an das Nutzungsverhalten 'älterer' Menschen angelehnt. Zwar nähern sich ältere Generationen neuen Plattformen an, dennoch werden horizontale Formate für sie wohl nie komplett irrelevant sein.  Fazit: Wir brauchen beide Formate, um zielgruppengerecht zu arbeiten. Content sollte im Optimalfall pro Plattform und Zielgruppe produziert werden. Oder zumindest so, dass im späteren Verlauf beide Formate damit abgebildet werden können."

Peter-Pavel Kraljic, Head of Germany, Takumi

Peter-Pavel Kraljic, Head of Germany, Takumi

Peter-Pavel Kraljic, Head of Germany, Takumi

"Der Konsum von Videos hat sich in den letzten Jahren vor allem durch die Smartphone-Nutzung sehr stark verändert. Spätestens als Instagram 2016 die Story-Funktion eingeführt hat, wurden Vertical Videos zum zentralen Thema für die Kreativen im Social Media Marketing. Die Konzeption eines Videos musste komplett neu gedacht werden, da viele Motive im Hochformat ganz anders wirken. Bei den Creators im Influencer Marketing ist es mittlerweile zum Standard-Format geworden. Der Hype um TikTok hat die Vertical Videos weiter etabliert und auch für anderweitige Nutzung interessant gemacht."



Autor: Julia Gundelach

ist im Specials-Team der W&V und schreibt daher jede Woche über ein neues spannendes Marketing-Thema. Dem Verlag ist sie schon lange treu – nämlich seit ihrem Praktikum bei media & marketing in 2002.