3. Innovation ohne Scheitern ist unmöglich

Heute sprechen Innovationsberater gerne davon, dass man möglichst schnell einen Prototypen testen soll. "Fail forward" nennen sie dieses Vorgehen. Es hilft, sich immer wieder bewusst zu machen, dass die meisten Innovationen scheitern. Grünen Ketchup von Heinz braucht trotzdem niemand.

4. Gutes Design will nicht alles auf einmal

Mit dem N-Gage fusionierte Nokia Mobiltelefon und Spielekonsole. Das All-in-One-Gerät war vielleicht in der Theorie der Knaller. Für den Alltag aber viel zu kompliziert. Übrigens genauso wie Apples Newton, ein PDA, der leider kläglich daran scheiterte, Hand- in Computerschrift umzuwandeln. Manchmal ist weniger mehr.

5. Marken sind nur bis zu einem gewissen Punkt dehnbar

Birkenstock macht jetzt auch Matratzen, Ikea baut intelligente Möbel und der schwedische Rüstungshersteller Bofers verkauft nicht nur Schnellfeuerkanonen, sondern auch Zahnpasta. Im Ernst? Ja. Aber: Die "Tandkräm" war ein Reinfall. Genauso wie die Lasagne von Colgate. Merke: Selbst wenn eine Marke stark ist, kann man unter ihrem Label nicht jedes neue Produkt verkaufen.

6. Innovation = Timing und Chemie

Auch wenn die Datenbrille im medizinischen Bereich durchaus sinnvoll schien, ist Google Glass  gescheitert. Amazon gelang es ebenfalls nicht, die Konsumenten für sein "Fire Phone" zu begeistern. Nur weil sich eine Innovation nicht sofort durchsetzt, ist sie nicht automatisch schlecht. Wenn der Zeitpunkt nicht stimmt, bleibt der kommerzielle Erfolg aus. Das ist dann einfach Pech.

Als Pop-up kommt das Museum of Failure in den kommenden Monaten auf Tour: im September nach Göteborg, im Oktober nach Amsterdam, im Dezember nach Miami und im März 2018 nach Istanbul.



Christa Catharina Müller
Autor: Christa Catharina Müller

Christa Catharina Müller ist Teil des Teams Digital Storytelling, der Entwicklungsredaktion des Verlags Werben und Verkaufen. Sie ist verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung von Podcasts. Daneben experimentiert sie regelmäßig mit anderen Erzählformaten. Bevor sie zu W&V kam, war sie als freie Autorin mit den Schwerpunkten Mode und Digital tätig.