Künstliche Intelligenz :
6 Tipps für die Einführung von KI-Softwaretools im Marketing

Künstliche Intelligenz wird im Marketing unverzichtbar. Worauf es bei der Implementierung von KI-Softwaretools ankommt, zeigen die sechs Tipps:

Text: Verena Gründel

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Werbungtreibende und Agenturen bekommen Unterstützung bei ihrer Arbeit: und zwar von selbstlernenden Algorithmen.
Werbungtreibende und Agenturen bekommen Unterstützung bei ihrer Arbeit: und zwar von selbstlernenden Algorithmen.

1. Bietet KI einen Mehrwert?

Noch vor der Wahl einer Software sollte man sich die Frage stellen: Kann das neue KI-basierte Tool wirklich mehr als mein bestehendes? Lohnt sich die Umstellung? Denn zurzeit ist der Hype-Faktor in dem Bereich gefährlich groß und Erfahrungswerte fehlen.

2. Ist die Software zukunftsfähig?

Wichtig ist, dass man in ein zukunftsfähiges Produkt investiert. Darauf sollte man besonders achten, wenn man auf die Lösung eines Startups setzt. Aber auch etablierte Lösungen können scheitern. Das zeigt die jüngste Kritik an IBM Watson. Wie die Investmentbank Jefferies aufdeckte, konnte das Unternehmen Versprechungen zu Watson zum Teil nicht einhalten, obwohl es eine der reifsten Cognitive-Computing-Plattformen anbiete.

3. Können wir die Bedienung stemmen?

Gute Data-Analysten sind teuer und – viel schlimmer – kaum am Markt verfügbar. Daher sollte man eine KI-Lösung wählen, die das aktuelle Personal bedienen kann, wenn auch nach entsprechenden Schulungen.

4. Haben wir genug Daten?

Je kleiner das Unternehmen, desto weniger Daten generiert es und desto schlechter kann es eine KI-Lösung füttern. Hat man selbst nicht genügend Daten, sollte man sich nützliche Datensätze einkaufen oder auf KI-Anbieter setzen, die Daten aus dem eigenen Portfolio zur Verfügung stellen.

5. Gibt es offene Schnittstellen?

Kompatibilität ist ein wichtiges Kriterium für jede neue Software, die sich ein Unternehmen heute anschafft. Denn Datensilos sind kontraproduktiv. Deshalb ist es wichtig, dass das KI-Tool mit den bestehenden Softwareprogrammen kompatibel ist und auch darüber hinaus offene Schnittstellen für alles hat, was noch kommen mag. Eventuell ist es in dem Zuge sinnvoll, rudimentäre Altlasten in Sachen Unternehmenssoftware endlich loszuwerden, und in zukunftsfähigere Programme zu investieren.

6. Haben wir die Mitarbeiter abgeholt?

Viele Mitarbeiter fürchten sich vor künstlicher Intelligenz, weil sie Angst haben, durch sie ersetzt zu werden. Diese Furcht sollten Chefs auffangen und behutsam erklären, wie die Algorithmen die Mitarbeiter unterstützen – und wie alle davon profitieren.

Bei der Auswahl der KI-basierten Softwaretools hilft Ihnen Teil 1 der dreiteiligen KI-Serie in Ausgabe 32 der W&V. Wir stellen die großen generalistischen Marketing-Suites und ihre KI-Funktionen vor und zeigen darüber hinaus einige spezialisierte Tools. Bestellen können Sie die drei Ausgaben der Serie hier


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.



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