Studien zeigen: Über 60 Prozent der globalen Marketer wollen künftig ihre Influencer-Marketing-Budgets erhöhen. Goldmedia beziffert das Marktvolumen für Influencer-Marketing in der DACH-Region im Jahr 2020 auf 990 Millionen Euro. Um im Wettbewerb bestehen zu können, sollten Marken gezielt Influencer in ihre Kommunikation einbinden.

3. Branding statt nur Reichweite fokussieren

Der Markenwert (Brand Equity) setzt sich nicht nur aus materiellen, sondern auch aus immateriellen Werten zusammen wie Markensympathie und Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden. Influencer können die Brand Equity einer Marke erhöhen, indem sie glaubwürdig als Markenbotschafter agieren.

Viele Marken legen deshalb auch bei Influencer-Marketing-Kampagnen verstärkt Wert auf weiche Faktoren statt nur auf Reichweiten und Abverkäufe: Dazu gehören Interaktionsraten und Markenbeliebtheit. Langfristige Kooperationen und Markeninszenierungen sollten Produktplatzierungen und Werbeaktionen durch Influencer unbedingt flankieren.

4. Influencer sorgfältig auswählen und Qualität sichern

Influencer können den Markenwert eines Unternehmens nur dann pushen, wenn sie mit den Werten der Marke übereinstimmen und ihre Follower zur Marke passen sowie ihre Inhalte auf die Marke einzahlen. Für den Erfolg der Kampagne ist es entscheidend, die Influencer gezielt auszuwählen und präzise zu briefen – auch zu übergeordneten Kampagnenzielen und zum Markenkern.

Außerdem sollten Unternehmen die Inhalte während der Kampagnenlaufzeit regelmäßig überprüfen, um die Qualität zu sichern. Aber Vorsicht: Im Rahmen des Briefings und des Markenfits brauchen Influencer die größtmögliche Freiheit, um ihre kreativen Kompetenzen auszuschöpfen.

Björn Wenzel, Lucky Shareman

Björn Wenzel, Lucky Shareman

5. Hero- und Micro-Influencer kombinieren

Influencer-Marketing ist mehr als Reichweite. Hero-Influencer zählen über 250.000 Follower, Micro-Influencer bis zu 25.000 Follower. Beide Kategorien sollten für die Steigerung des Markenwertes kombiniert werden. Die Stars stehen vor allem für Reichweite und Branding, während die Micro-Influencer oft noch direkter mit ihren Fans kommunizieren können.

6. Planungssicherheit durch Marktforschung steigern

Influencer-Kampagnen können Branding und Absatz steigern. Doch um die Planungssicherheit zu erhöhen, sollten Unternehmen die Kampagnen mit Marktforschung begleiten. Werbewirkungskennzahlen wie Marken- und Werbebekanntheit werden idealerweise durch Befragungen von Followern erhoben.

So können Marken und Agenturen die Performance ihrer Kampagnen prüfen und optimieren. Marktforschung ermittelt dabei zum Beispiel, ob die passenden Zielgruppen erreicht wurden, wie die Kampagne auf das Branding eingezahlt hat und wie stark die Follower durch die Kampagne aktiviert wurden.


Autor:

Verena Gründel

ist seit April 2017 für das Marketingressort der W&V tätig. Davor schrieb sie für iBusiness über Digitalthemen. Nach Feierabend kocht und textet sie für ihren Foodblog – und gleicht das viele Essen mit ebenso viel Sport aus. Wenn sie länger frei hat, reist sie am liebsten mit dem Auto durch Lateinamerika, von Mexiko bis an die Südspitze Argentiniens.