Influencer Marketing :
7 goldene Regeln für den Influencer-Erfolg

Jung von Matt/Sports und Brandnew IO haben zwei Jahre lang die Instagram-Posts von 700 Top-Influencern analysiert und nach wiederkehrenden Mustern untersucht. Das sind die Learnings.

Text: Markus Weber

Die Anzahl von Top-Influencern auf Instagram ist groß.
Die Anzahl von Top-Influencern auf Instagram ist groß.

Jung von Matt/Sports und die Influencer-Marketing-Plattform Brandnew IO haben die nach eigenen Angaben erste weltweite Influencer-Studie mit Big-Data-Ansatz durchgeführt. Dabei wurden die Instagram-Posts von fast 700 Top-Influencern über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg untersucht und zusammen mit dem User-Verhalten analysiert. Ziel war es, in diesem Datenwust gemeinsame Muster zu erkennen und daraus entsprechende Learnings abzuleiten.

Und so dem Erfolgsrezept der Top-Influencer ein wenig auf die Spur zu kommen.

Das sind die sieben wichtigsten Regeln:

1.  Gern etwas mehr Text

Je erfolgreicher ein Influencer ist, desto länger sind seine Teasertexte zu den jeweiligen Posts. Die Follower haben so das Gefühl, mehr Insights zu bekommen und sie fühlen sich mit ihrem Idol stärker verbunden. 35 Wörter sind optimal.

2.  Weniger Hashtags

Je erfolgreicher Influencer werden, desto weniger Hashtags benutzen sie. Nicht mehr als zwei oder drei pro Post. Mehr machen lediglich dann Sinn, wenn es am Anfang darum geht, eine Audience aufzubauen.

3.  18:30 Uhr ist die beste Zeit

Wer abends um halb sieben postet, hat die besten Chancen, dass die User darauf anspringen.

4.  45-Minuten-Regel

Die ersten 45 Minuten nach Veröffentlichung entscheiden darüber, ob der Post ein Erfolg wird. Der Grund hierfür: Je mehr User in den ersten Minuten auf den Post reagieren, desto mehr Menschen bekommen den Post insgesamt zu sehen

5.  Jung schlägt Alt

Es ist ganz einfach: Je jünger die Follower eines Influencers sind, desto höher ist die Engagement-Rate. Bei Teenagern liegt die Engagement-Rate um 70 Prozent höher als bei Erwachsenen.

6.  Kreativität ist King

User mit einem Faible für Fotografie und Musik interagieren viel mehr als alle anderen. Achten Sie deshalb auf gute Fotos und stellen Sie musikalische Bezüge her, wann immer es möglich ist.

7.  Investiere viel oder nichts!

Damit sind wir bei der Gretchenfrage angekommen: nämlich der, nach dem Budget. Hier gilt offenbar die Empfehlung: Geben Sie Ihrem Influencer viel Geld - oder zahlen Sie ihm nichts. Jung von Matt/Sports und Brandnew IO haben herausgefunden, dass die Engagement-Rate erst ab einem Honorar von 4000 Dollar pro Post in die Höhe geht. Gratis-Posts haben meist einen wesentlich stärkeren Impact als sparsam vergütete (siehe Grafik unten).

Grafik zum Verhältnis von Influencer-Honorar und Engagement.

Grafik zum Verhältnis von Influencer-Honorar und Engagement.

Unter der URL www.influencer-secrets.com kann man die Studie kostenlos herunterladen.

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Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.