Musikfestivals :
7 Gründe, warum Marken auf Festivals gehen sollten

Marken erreichen Millennials kaum mehr auf klassischen Wegen. Doch auf Festivals kriegt man sie. Haufenweise. Es gibt viele gute Gründe, warum Marken auf Festivals gehen sollten. Hier sind sieben:

Marken erreichen Millennials kaum mehr auf klassischen Wegen. Doch auf Festivals kriegt man sie. Haufenweise. Es gibt viele gute Gründe, warum Marken auf Festivals gehen sollten. Hier sind sieben:

1. Kein Thema interessiert die Millennials - wie vermutlich jede Generation in dieser Altersphase - stärker als Musik, mehr noch als Sport oder Mode. Unternehmen, die sich in diesem Bereich engagieren, bewerten sie grundsätzlich positiv.

2. Für ein Festival sind sie bereit, auf Schlaf, Hygiene und Privatsphäre zu verzichten. Und dafür jede Menge Geld auszugeben.

3. Millennials lesen Tageszeitung online und kennen lineares Fernsehen - wenn überhaupt - nur noch aus ihrer Kindheit.

4. So verschieden die Lineups der Festivals auch sein mögen, in ihrem Wesen unterscheiden sie sich kaum. Bei allen teilt sich das abgesperrte Gelände in Zeltplatz und Bühne. Die Laufwege ihrer Besucher sind vorgezeichnet; sie werden sie viele Male zurücklegen - an Ihrer Marke vorbei.

5. So banal es klingen mag: Praktisch jeder, der auf ein Musikfestival geht, vergisst etwas zu Hause. Wer als Marke diese Lücke füllt, rettet oft das gesamte Wochenende.

6. Die Kartenverkäufe für das kommende Jahr starten nicht selten direkt im Anschluss an die Festivalsaison. Die 75000 Tickets für das Wacken 2015 etwa waren nach gerade einmal zwölf Stunden ausverkauft.

7. Mehr zum Thema und Beispiele, wie es richtig geht, gibt's in der neuen Ausgabe der W&V (Nr. 24/2015 vom 8. Juni).


Autor:

Christa Catharina Müller
Christa Catharina Müller

ist seit Februar 2014 Redakteurin im Ressort Marketing, wo sie über Mode und digitales Marketing schreibt. Bevor sie zu W&V kam, hat sie ein Onlinevolontariat bei Condé Nast absolviert und war anschließend drei Jahre als freie Autorin tätig, unter anderem als Bloggerin für Yahoo.



3 Kommentare

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Anonymous User 11. Juni 2015

Sehr geehrte Frau Müller,

dann lag ich offensichtlich mit meiner Vermutung daneben und Sie kennen sogar Promotion-freie Festivals. Für meinen Freundes- und Bekanntenkreis kommen eben als Besucher nur solche Festivals ins Frage. Vielleicht können Sie aus Ihren Erfahrungen auch bestätigen, dass die Atmosphäre da wesentlich angenehmer ist.
Meine vielleicht drastischen Vergleiche in der ersten Reaktion waren eher ein Appell, gewissen Zonen zeitlich und räumlich auch mal das Offline-Sein zu gönnen. Weniger Information, mehr Interaktion unter eben diesen Personenkreisen.
Festivals, egal ob Musik, Theater oder bildende Kunst sind doch Schmelztiegel von Kreativen. Und diesen Kreisen sollte man auch "infofreie Ruhezeiten" lassen. Dabei ist mir klar, dass ohne Gelder aus privaten Händen in Kunst und Kultur viel weniger passieren würde und da spielt natürlich Marketing ein Rolle. Ich empfand Promotion auf Festivals stets undankbar und mir taten die Promotoren vor allem leid. Ich werde mir Ihren Artikel durchlesen und bin gespannt auf Ihre Sichtweisen und Eindrücke. Es hat sich in den zehn Jahren, in denen ich kein "Festival mit Promo" besuchte, wahrscheinlich auch einiges verändert :-)
Mit freundlichen Grüßen
tgo

Anonymous User 10. Juni 2015

Sehr geehrte/r tgo,

ich muss Sie enttäuschen: Ich war sehr wohl schon auf Festivals, ja, auch auf solchen, die sich Sponsoren aus Prinzip verweigern.

Wir haben dieses Thema in der aktuellen Printausgabe der W&V aufgegriffen, weil es für Marketingentscheider Relevanz hat. Viele Festivals refinanzieren die Musikergagen über Sponsorengelder. Anders wäre die in ihrer jetzigen Form nicht denkbar. Warum sonst, glauben Sie, sind die Tickets so vergleichsweise günstig?

Diese Liste ist eine nutzwertorientierte Kurzversion der Magazingeschichte. Wenn Sie die Hintergründe interessieren, dann schauen Sie in die W&V.

Schöne Grüße zurück
Christa Catharina Müller

Anonymous User 9. Juni 2015

Sehr geehrte Frau Christa Catharina Müller,

dieser Artikel kann nur von einer Person geschrieben worden sein, die nie ein Festival besucht hat - zumindest ist das meine Vermutung, vor allem nach diesem Punkt:

"5. So banal es klingen mag: Praktisch jeder, der auf ein Musikfestival geht, vergisst etwas zu Hause. Wer als Marke diese Lücke füllt, rettet oft das gesamte Wochenende."
So banal es klingen mag, aber wer etwas zu Hause vergisst, fragt einfach seine Zeltnachbarn und braucht dafür weder Marken noch Promotion. Wer zu schlicht im Geist ist, seinen Nachbarn zu fragen, der ist auch nicht in der Lage, aus einem Bus zu winken - viel Erfolg mit dieser Zielgruppe :-)

Das was man als Festivalbesucher so dringend benötigt wie einen Zuchtbullen mit Zitzen, ist Promotion in jeglicher Form. Nichts nervt Festivalbesucher mehr, als Leute, die einem auf so einem Wochenende der Ausnahmezustände irgendwelche Sachen andrehen wollen - egal ob Tabak, Alkohol oder gar Handykram. Zum Glück gibt es mittlerweile Festivals, die komplett frei von Promo sind und dies sind FESTIVALS - alles andere ist Marketing. Und wenn man wählen könnte zwischen einem Wochenende mit Promo beballert werden und einem Wochenende Spaß mit seinen Leuten - was würden Sie wählen?

Also bitte ersparen Sie vor allem den armen Promotoren, die peinlichen Situation, glücksbeseelten Menschen auf die Nerven zu gehen. Sie wollen Spaß haben und nicht kaufen und Abos abschließen. Ihre Ideen passen zu Stadtfesten von Kreisstädten aber nicht zu Festivals.

Kann ich mich mit dieser Mail auch als Autor bei WuV bewerben? Einen solchen Artikel wie Ihren, bekomme ich nach dem Frühstück auch schnell aus dem Ärmel geschüttelt. Ein Artikel für die WuV = ein Festivalticket :-)

Mit freundlichen Grüßen aus München
tgo

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