Kurskorrektur :
Abercrombie & Fitch geht bei der Konfektion in die Breite

Die US-Modekette Abercrombie & Fitch reagiert mit einer Kurskorrektur auf die zuletzt deutlichen Umsatzrückgänge. Ab kommendem Frühjahr werden für weibliche Kunden offenbar auch Konfektionsgrößen über 38 angeboten.

Text: Markus Weber

Die US-Modekette Abercrombie & Fitch (A&F) reagiert mit einer Kurskorrektur auf die zuletzt deutlichen Umsatzrückgänge. Ab kommendem Frühjahr werden für weibliche Kunden offenbar auch Konfektionsgrößen über 38 angeboten. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer aktuellen Mittwochsausgabe (13.11.). Bisher können Frauen bei A&F nur Kleidung bis zur amerikanischen Konfektionsgröße 10 kaufen (dies entspricht in etwa der Größe 38). Dem SZ-Bericht zu Folge soll die Produktpalette im kommenden Jahr nun verbreitert werden, damit auch Frauen ohne Idealmaße als Zielgruppe besser angesprochen werden können.

Erst letzte Woche hatte die Modekette für die vergangenen drei Monate einen Umsatzverlust in Höhe von zwölf Prozent verkünden müssen. A&F schrumpft damit bereits zum siebten Mal in Folge. Vor allem die Kunden im Teenager-Alter wandten sich zuletzt verstärkt von A&F ab. Das Unternehmen und sein Chef Mike Jeffries gelten als umstritten, seit der A&F-Gründer in einem früheren Interview gesagt hatte, er wünsche keine unattraktiven Kunden in seinen Läden.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.