Kommentar :
Achse des Guten: Wie sich ein Blog zu Tode empört

Henryk M. Broder und seine "Achse des Guten" laufen nach eigener Darstellung die Werbekunden davon. Weil sie verleumdet und denunziert worden sind? Nein, weil Häme nicht als werbefinanziertes Geschäftsmodell taugt. Ein Kommentar von Frank Zimmer.

Text: W&V Redaktion

12. Dec. 2016 - 232 Kommentare

Frank Zimmer ist Redaktionsleiter Online bei W&V.
Frank Zimmer ist Redaktionsleiter Online bei W&V.

Kaum ein W&V-Artikel hat in diesem Jahr für so viele Kommentare gesorgt, wie "Shitstorm gegen Scholz & Friends". Mehrere Leser und Kommentatoren wollen wissen, wie ich persönlich zu Gerald Hensels Initiative #keingeldfürrechts stehe. Wahrscheinlich fragen sich gerade viele Menschen in der Marketingbranche, ob die Aktion gut für unser Land ist oder eine Gefahr für die Meinungsfreiheit, und es ehrt jeden, wenn er sich länger damit beschäftigt und nicht schon nach fünf Minuten eine Antwort herauspostet.

Also: Ist es legitim, Werbungtreibende vor der Unterstützung rechtspopulistischer Seiten zu warnen?

Nach den Erfahrungen, die ich in den vergangenen Tagen in Kommentarspalten und auf der Website Achgut.com machen durfte, bejahe ich das. Es ist legitim. Aber nicht, weil eine bestimmte Seite "rechts" ist, sondern weil sie demagogisch und manipulativ ist. Eine "bürgerliche", "konservative", "libertäre", "unabhängige" Seite - die Adjektive sind in diesen Tagen besonders geduldig - sollte unseren Respekt genießen, auch wenn uns ihre Meinung vielleicht nicht passt. Gerade dann. Aber eine polemische, aggressive, Menschen herabwürdigende Seite ist kein Gewinn für Mediapläne und kein Umfeld für seriöse Marken. Wir müssen raus aus der Hysterie- und Empörungsspirale, weg von den Angstmachern, Alarmschreiern und verbalen Scharfrichtern, zurück zur zivilisierten Auseinandersetzung.

Häme ist kein werbefinanziertes Geschäftsmodell

Die "Achse des Guten" ist davon leider weit entfernt. Sie ist nicht rechtsextrem, sie ist keine Nazi-Seite, keine Pegida-Plattform und vielleicht noch nicht einmal AfD-nah. Aber sie disqualifiziert sich selbst, wenn sie ihren Kritiker Gerald Hensel (der sie übrigens explizit von seiner Blacklist ausgenommen hat, weil sie "gemäßigt" sei) als "Schmock" beschimpft, ihn in die Nähe des Stalinismus rückt, Hitler-Vergleiche zieht und eine Verschwörung von Scholz & Friends und Bundesregierung andeutet - bevor sie sich an einer irrtümlichen E-Mail-Anrede von Scholz-&-Friends-Sprecherin Sabine Zilski weidet. In einer am Montag erschienenen Fortsetzungsgeschichte schreibt Achse-Autor Henryk M. Broder unter dem Titel "Der schmutzige Erfolg der Denunzianten" über Hensel und andere Kritiker: "Seht Euch vor, ihr seid an den Falschen geraten. Euch mache ich, wenn es sein muss, am frühen Morgen fertig, noch bevor ich meinen Hund Gassi geführt habe".

Und selbst ein geschätzter Kollege, der für die Achse schreibt, muss dort persönlich werden:

"Ich glaube – reine Spekulation! –, dass es ihm (Gerald Hensel, d. Red.) eigentlich darum geht, sich ein wenig zu profilieren und so ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen, die er anderswo ganz doll vermisst. Der Arme".

Ich glaube - reine Spekulation! -, dass dieser Sound Werbungtreibende abschreckt. Und nicht die inhaltliche Ausrichtung. Broders gepflegte Aggressivität wirkte in den 90er Jahren noch originell und erfrischend. Heute, im Zeitalter der vernetzten Hysterie, empört er sich und seine Seite zu Tode.


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

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50 Kommentare

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Anonymous User 21. Dezember 2016

"Kommentar von Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online Jetzt kommt die Hate-Economy..."

Ich wäre zwar neugierig auf diesen Kommentar, Herr Zimmer, aber ich werde mir diesen Artikel nicht kaufen.

Anonymous User 19. Dezember 2016

Hier noch ein paar originelle Argumente von Facebookern, die S & F 5 Punkte gegeben haben:
-"Asoziale Wutbürger ohne demokratische Kinderstube sollten hier nicht ernst genommen werden. Sie sind halt mit Komplexen und Minderwertigkeitsgefühlen beladen."
-"Nicht klein beigeben!!! Rassisten müssen benannt werden."
-"Scholz & Friends ist gerade das Objekt eines durch Henryk M. Broder und die rassistische Seite achgut .com ausgelösten Nazi-Shitstorms. Deswegen 5 Sterne!"
-"Vor solchen rechten Haßpredigern wie Broder und Tichy darf man nicht einknicken."
-"Shitstorms sind keine demokratische Meinungsäußerung, sondern ein Versuch, die anderen so fertig zu machen, dass ihre Stimme verstummt."
-"Mimimimimi. Die , die am lautesten von Meinungsfreiheit schreien,lassen keine andere Meinung zu.Fickt euch."

Ein besonders kluger Mensch schrieb folgendes: "Wer Zielscheibe einer Nazikampagne wird, hat etwas richtig gemacht."

Also Herr Broder, Sie Nazischwein. Schämen Sie sich was. Eine solche Kampagne gegen Antifaschisten zu starten ist einfach unerträglich. Bestimmt haben Sie schon Grundstücke in Polen requirieren lassen, um...

Also wenn Facebook nicht Satire ist, was denn dann? :-D

Gute Nacht...

Anonymous User 19. Dezember 2016

Genau.
Dass der Autor dieses und anderer Artikel sich selbst der Diskussion stellt, ist eine tolle Sache, das ist ungewöhnlich. Dafür ein großes Lob. Möglicherweise ist das hier üblich, keine Ahnung. Ich bin ja nur wegen der Links von Achgut.com auf diese Seite gelangt. Möglicherweise hat diese Diskussion auch für W&V zu zusätzlichen Einnahmen geführt. Es soll ja auch Tichy deshalb hier geworben haben ;-)

Also ich halte fest: anders als Hensel, S & F & Co. steht W & V für Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit.

Anonymous User 18. Dezember 2016

Auch von meiner Seite an grosses Lob an und Respekt für w&v und insbesondere Sie, Herr Zimmer, auch wenn ich Ihre Sicht des Vorgangs nicht teile.

Aber Sie werden auch bemerkt haben, dass hier überwiegend nicht der rechte Mob gepöbelt hat, sondern sich ernsthafte Diskutanten zu Wort meldeten.

Besten Dank und freundliche Grüsse

Anonymous User 18. Dezember 2016

@ E. Seidel
Stimmtt...
@ Frank Zimmer
Diese Motive mögen bei Herrn Broder mit eine Rolle gespielt haben. Sie ändern aber nichts daran, dass es legitim war (und ist), zum Gegenschlag auszuholen.

Anonymous User 18. Dezember 2016

Habe nichts mehr zur Diskussion beizutragen, außer einem Dankeschön an WuV, die Redaktion und Herrn Zimmer im speziellen:

Sie haben ein offenes Forum für Meinungsaustausch und Kritik geboten. das allein verdient schon Lob. Mehr noch, Sie haben allen Kommentatoren einen Vertrauensvorschuss gegeben, indem Sie uns gestattet haben, unsere Kommentare ohne redaktionelle Kontrolle zu veröffentlichen. Dafür gebührt Ihnen Respekt.

Von ganz wenigen Ausnahmen (sowohl "links" als auch "rechts") abgesehen, wurde dieses Vertrauen auch nicht missbraucht, so jedenfalls mein Eindruck. Hundertmal größere Online-Publikationen als WuV könnten sich von Ihrer Fairness eine Scheibe abschneiden.

Anonymous User 18. Dezember 2016

@Olii Sag ich doch. Die Achse muss nix offenlegen, das ist ihr gutes Recht. Aber wenn ich Broder und Maxeiner richtig verstehe, dann argumentieren sie mit "existenzbedrohende Gefahr". Das ist zunächst mal eine Behauptung, die nicht zu beweisen ist. Vielleicht habe die ja längst gemerkt, dass programmatisch ausgespielte Display-Werbung auf Seiten minderer Reichweite nicht so viel einbringt und Abo-Modelle besser sind. Da kommt so eine Hensel-Aktion natürlich wie gerufen, um die Zielgruppe zu mobilisieren und die eigene Medienmarke - wie es im Markering-Sprech so schön heißt - "emotional aufzuladen". Kann ich nicht beweisen, darum behaupte ich es auch nicht. (Ich persönlich glaube, dass neben möglichen Geschäftserwägungen in jedem Fall auch Broders persönliche Wut eine Rolle gespielt hat) . Diese These lässt sich jedenfalls ebenso konstruieren wie die Geschichte von der Scholz-&-Friends-Verschwörung, also Hensel als irregulärer Partisan im Kampf um einen Ministeriums-Pitch. Es kann so gewesen sein, es kann aber anders gewesen sein. Das einzige Mittel, um die Wahrheit herauszufinden, ist Transparenz. So lange wir die nicht haben - und wir sind hier nur Medienöffentlichkeit und kein parlamentarischer Untersuchungsausschuss - haben wir jede Menge Theorien aber keine lückenlose Beweiskette.

Anonymous User 18. Dezember 2016

"Repräsentant einer mächtigen regierungsnahen Agentur will unbequemen kleinen Blog vernichten" --- Das ist ganz einfach eine unwiderlegbare Tatsache. Hensel hat Achgut als Ziel auserkoren, auch wenn er diesen Blog dann nicht auf seine Blacklist geschrieben haben mag. Ob dies privat oder im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit geschah, ist ungeklärt. Er hat Achgut in Zusammenhang mit Breitbart gebrandmarkt. Und einer aus seiner Crowd hat Achgut gegenüber Werbepartnern dann angeschwärzt.
"Prominenter rechter Journalist inszeniert sich als Opfer eines mittelbekannten linken Bloggers, um Abo-Kunden für sein Digitalprojekt zu mobilisieren" - das ist aufgrund der zeitlichen Abfolge Unsinn, da wird Täter und Opfer vertauscht. Der "prominente rechte Blogger" hätte sich niemals als Opfer inszenieren können, wenn er nicht von dem "mittelbekannten linken Blogger" vorher angeprangert worden wäre.
Zu den weiteren Fragen: Die Höhe des wirtschaftlichen Schadens muss die Achse allenfalls dem Gericht gegenüber offenlegen. Informationen über das Geschäftsmodell und die strategischen Ziele (sofern vorhanden) sind Geschäftsgeheimnisse. Darüber muss niemand Rechenschaft albegen.

Anonymous User 18. Dezember 2016

@Olli Hensel ist nicht Gandhi und Vergleiche hinken. Ich hab auch nichts gegen England. Mir wird hier nur zu schnell und zu selbstsicher über einen Fall geurteilt, über den nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen (und wahrscheinlich auch nie liegen werden). Das von Herrn Broder in die Welt gesetzte Narrativ ist: "Repräsentant einer mächtigen regierungsnahen Agentur will unbequemen kleinen Blog vernichten". Kann man so interpretieren. Muss man aber nicht. Wenn es um die Reputation und die Existenz eines Privatmanns geht, dann würde ich a.) als Journalist sowieso jedes "Narrativ" zunächst einmal hinterfragen und b.) als Mensch im Zweifel für den Angeklagten urteilen. Ich könnte genau so gut das Narrativ konstruieren: "Prominenter rechter Journalist inszeniert sich als Opfer eines mittelbekannten linken Bloggers, um Abo-Kunden für sein Digitalprojekt zu mobilisieren". Tue ich aber nicht, weil ich es auch nur eine Spekulation und eine Lesart wäre. Und wie wir jetzt alle miteinander gesehen haben, gibt es für jede Interpretation irgendwelche Indizien und Hinweise, die man möglichst zusammenhanglos und willkürlich aus irgendwelchen Text-Steinbrüchen herausbrechen kann. Die Achse könnte z.B. für ein Stück Aufklärung sorgen, indem sie Fakten offenlegt: Wie groß ist der wirtschaftliche Schaden, wie wichtig ist der Werbeumsatz im Vergleich zu den Abo-Erlösen, welche strategischen Ziele hat die Achse, welche Geschäftsmodelle verfolgt sie usw. Über welche Größenordnungen und welche Verhältnismäßigkeiten reden wir überhaupt? Leider hat die Achse eine entsprechende Anfrage bisher nicht beantwortet. Muss sie auch nicht, keine Frage. Aber es macht die sachliche Beurteilung des konkreten Falls nicht einfacher.

Anonymous User 17. Dezember 2016

@ Herr Zimmer,
nach der von C.D. angebotenen Definition, die ich plausibel finde, ist Herr Hensel kein Denunziant, zugegeben. Er ist stattdessen einer, der zur Denunziation aufruft. Das ist eigentlich noch schlimmer. Ihre Vergleiche mögen aus Ihrer Sicht zulässig sein, zeigen aber auch, dass Sie (wie auch ich) nicht neutral auf die Vorgänge blicken. Für Sie ist Achgut böse (England) und Hensel gut (Gandhi). Für mich ist Achgut nicht böse, aus meiner Sicht hat Broder seine Grundrechte (Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit) wahrgenommen. Mit seinen Ansichten und Schriften ist Hensel nicht einverstanden, deshalb ruft er öffentlich zur öffentlichen Denunziation auf (was, wie sich jeder vorstellen kann, mit einer unausgesprochenen Androhung eines Shitstorms für alle Werbekunden verbunden ist, die dem Boykottaufruf nicht folge leisten).
In meinen Augen ist deshalb der Vergleich Broders ("Kauft nicht bei Juden") zutreffender. Ist natürlich harter Tobak. Aber wer Herrn Henryk (LOL) kennt, hätte damit rechnen müssen.

Eines noch nebenbei: ich habe mir in den vergangenen Tage auch bei Facebook die Kommentare angeschaut und nichts gesehen, was auch nur annähernd strafrechtlich relevant gewesen sein könnte. Größtenteils wurde recht sachlich argumentiert. Ich kann natürlich nicht beurteilen, wieviele Kommentare gelöscht werden mussten. Allerdings hatte Herr Hensel ja bei Davaidavai.com seine Anschrift und seine Handynummer im Impressum stehen. Das wird der eine oder andere genutzt haben.
Morddrohungen und ähnliches gehen selbstverständlich gar nicht. Das allerdings, wie hier geschehen, zu einer geplanten und gesteuerten Kampagne zu erklären ist blanker Unsinn. Idioten gibts auf allen Seiten. Und manches davon ist, insbesondere zu später Stunde, vielleicht dem Einfluss von Alkohol oder anderen Genussmitteln geschuldet gewesen.

Ungeachtet dessen hat Herr Hensel nur selbst den Shitstorm abbekommen, den er anderen zugedacht hat. Deshalb hält sich mein Mitleid in Grenzen.

Anonymous User 17. Dezember 2016

@C.D

Tut mir Leid für die Mühe der Erklärung aber sie überzeugt mich nicht. Der Vergleich hinkt für mich gewaltig und ihre Annahmen dazu sind falsch.

Anonymous User 17. Dezember 2016

Herr Zimmer, die Antwort ergibt sich allein aus der Definition des Begriffes Denunziant: "Jemand, der Andere aus NIEDEREN Beweggründen anzeigt."
Also Einer, der zur Befriedigung niederer Instinkte oder um eigene Vorteile zu erlangen, Andere anzeigt bzw. schädigt. Was im kompletten Gegensatz steht zum Einsatz des eigenen Lebens FÜR (konkrete) Andere, und dem Kampf gegen Diejenigen (Mächtigen), die Andere bewusst schädigen. Entscheidend sind also die Motive und -wie der Vorschreiber schon ausführte- die Konstellation. Dazu aber spricht die (recherchierte) Chronologie des Falles Hensel Bände (...). Und "um des Geldes/Auftrages und Ansehens Willen" Andere zu schädigen, fällt definitiv unter "niedere Beweggründe".

Anonymous User 17. Dezember 2016

Gute Fragen, Herr Zimmer.

Gandhi ./. brit. Kolonialregierung
Iren ./. brit. Overlords
Foodwatch (?) o.ä. ./. Nestlé
"Konsumenten" ./. Shell

Mag man nun zu den jeweiligen Konflikten stehen, wie man will (Greenpeace als Anführer der Kampagne gegen Shell hatte nicht nur lautere Motive, die erzwungene Abwrackung anstatt Versenkung war nicht weniger umweltschädlich), eines haben sie aber gemeinsam:

Militärisch oder wirtschaftlich stand jedes Mal David gegen Goliath. Anders verhält es sich mit der aktuellen Beschränkung der freien Rede.

Ein Autor (Akif Pirincci) wird anlässlich einer bewusst falsch interpretierten Äußerung auf einer Pegida-Veranstaltung zur Unperson erklärt, alle seine Bücher (auch die Katzenkrimis) aus dem Handel genommen (Grossisten, Buchhändler, Amazon), er soll wirtschaftlich vernichtet werden.

Finanziert aus Bundesmitteln jagt die Amadeu Antonio Stiftung nicht nur Nazis im Netz, auch die bürgerliche Mitte wird ins Visier genommen.

Die Kampagne #keingeldfürrechts, initiiert von einem leitenden Angestellten einer regierungsnahen Werbeagentur (eine der größten Europas), trifft mit der Achse des Guten und Tichys Einblick zwei regierungskritische Online-Medien, die hauptsächlich dank der Selbstausbeutung ihrer Autoren publizieren können, jedoch zur Bestreitung der laufenden Kosten auch auf (gewiss nicht üppige) Werbeeinnahmen angewiesen sind. (Oder waren; evtl. sind Verluste inwischen durch Leserspenden ausgeglichen, das war aber nicht vorauszusehen.)

Wer ist hier David, wer Goliath? Soll nur noch das Veröffentlichen auf dem eigenen Weblog erlaubt und möglich sein (die paar Kröten von AdSense sind dann aber gefälligst auch zu streichen!) Oder lässt man gleich die Antifa ans Ruder, die ja auch hier im wuv-Kommentarteil erklärt, deine Meinung darf es nicht geben, wenn wir sie zum Verbrechen erklären?

Anonymous User 17. Dezember 2016

@Olli Ich sehe bei Ihnen und vielen anderen Kommentatoren die Gleichung "Boykott = Nazi = Denunziant". Können Sie dieses Dogma begründen? War nach dieser Logik also auch ein Gandhi ein Denunziant? Oder die irischen Pächter, die den Begriff "Boykott" im Kampf gegen Briten überhaupt erst geprägt haben? Sind die Leute, die Nestle wegen irgendwelcher Palmölgeschichten kritisieren, Denunzianten? Oder die Konsumenten, die Shell boykottiert habe, weil die eine Ölbohr-Plattform in den Nordsee versenken wollten? Sie wenden hier auf den aktuellen Fall ein absolutes und rigoroses Prinzip an, dass ich hinterfrage.

Anonymous User 17. Dezember 2016

Einen hab ich noch:
Herr Hensel wiederholte ja immer wieder gebetsmühlenartig, er habe ja nicht zu einem Boykott aufrufen, sondern lediglich Marketingleute darüber informieren wollen, dass sie möglicherweise ihren Marken schaden, wenn sie im falschen Umfeld werben.
Da stellen sich mir einige Fragen:

1. Sollte dies tatsächlich das Ziel sein - warum ruft man öffentlich dazu auf, die Unternehmen diesbezüglich zu kontaktieren? Und wenn diese Kontaktaufnahme auch noch öffentlich für jedermann sichtbar geschieht - weist man damit nicht erst recht die Öffentlichkeit darauf hin, dass das Unternehmen "bei Rechten" wirbt? Wieso sollte sich das Unternehmen dann darüber freuen?

2. Ist das nicht sowieso von vornherein die Aufgabe der Werbeagentur, ihre Kunden entsprechend zu beraten? Wieso musste Scholz & Friends - Kunde Innogy erst von einem Dritten darauf hingewiesen werden, dass sie "bei Rechten" werben? Machen Scholz & Friends ihre Arbeit nicht richtig? Ist nicht das schon geschäftsschädigend für Scholz & Friends? Immerhin hätten Hensel bzw. seine Kollegen das für den eigenen Kunden doch diskret regeln können / müssen?
3. Wieso sollte Hensel überhaupt die Kunden anderer Werbeagenturen unterstützen und vor Schaden bewahren wollen? Ist nicht auch das wieder geschäftsschädigend für seinen Arbeitgeber?

Wie Achgut.com gezeigt hat, hat Hensel schon im November seine Crowd gefragt „Wer liest denn gute, überzeugende konservative/gemäßigt rechte Medien, denen man folgen kann, um die eigene Echo-Chamber zu durchstechen. Am Ende wird man ja vielleicht doch selbst auch noch schlauer und schärft seine eigene politische Gedankenwelt.“. Offensichtlich geschah das nicht, weil er seine "Echo-chamber" durchbrechen wollte. Er wollte sich ein Medium suchen, gegen welches er seinen Shitstorm starten würde.

Nicht zuletzt entlarvt schon der Name der Aktion "#KeinGeldFürRechts", dass es nicht darum geht, werbende Unternehmen zu schützen, sondern einzig und allein um einen Werbeboykott.

Die Behauptung, es ginge ihm darum, Marken zu schützen, entlarvt sich dadurch als LÜGE. Er ist nichts anderes als ein DENUNZIANT.

Anonymous User 16. Dezember 2016

@pi
"Die gezielte Programmierung Schutzbefohlener in einem Rollenspiel in einem extra dafür angelegten Rahmen als Beleg für die massenpsychologische Beeinflussung von Budget-Entscheidern in mit Millionen jonglierenden Konzernen durch 1 Tweet und 2 Blog-Artikel anführen zu wollen ist vorsichtig ausgedrückt nicht das stärkste Argument, was ich hier bislang gelesen habe."

Offensichtlich haben Sie diese Literatur nicht verstanden: Jener Versuch bezog sich explizit auf die Vorgänge im 3. Reich. Um es einmal am einfachen Beispiel zu erläutern: Ich backe einen Kuchen nach bestimmtem Rezept. Bekomme ich nun einen anderen Kuchen, wenn ich größere Mengen nehme? Nein!
Bei den Rahmenbedingungen (->"Rezept") handelt es sich um die gleichen - lediglich eine Nummer größer: Sämtliche in Deutschland lebenden Bürger sind de facto Schutzbefohlene der Regierungs(institutionen). (...) Und Etwas, das jener in "Die Welle" beschriebenen "gezielten Programmierung Schutzbefohlener" sehr ähnlich sieht, geschah zuvor: Verbale und faktische Ausgrenzung, (ungeahndet belassene) Straftaten, (unersetzte) Sachbeschädigungen, Sperren/Mobbing/Kündigungen von Andersdenkenden usw. Und nun haben zudem GERADE die "mit Millionen jonglierenden" Konzerne das Meiste zu verlieren (...).

Wenn zuvor aber entsprechend gruppendynamisch wirksame Verhältnisse geschaffen wurden, braucht es lediglich einen kleinen Auslöser - mag es "netter Hinweis", ein Hüsteln, Augenzwinkern, Käuzchen-Rufe, 99 Luftballons oder was auch immer sein, das die Lawine bzw. das zuvor geschaffene (Angst-)System ins Rollen bringt. Wie in diesem Fall sehr eindrücklich zu beobachten war.
Und nun schlagen Sie sich quasi mit den eigenen Waffen: Einerseits bejahen das Löschen/Eliminieren von Äußerungen/Medien mit der Begründung der "Verhetzung", obwohl es sich schlicht um (presserechtlich gedeckte oder private) Meinungsäußerungen irgendwelcher Bürger handelt, die eben nicht -wie hier- zu direktem "Erfolg" führ(t)en.
Zudem handelt es sich bei diesem Tweet inklusive Artikeln nicht um einfache Meinungsäußerung, sondern um eine GEPLANTE Boykott-Aktion, bei der sowohl die Stellung ("Medienexperte", arbeitend bei staatsnaher Agentur/Zusammenarbeit mit Regierung, etc.),sowie mindestens das Vertrauen der Kunden manipulativ ausgenutzt wurde. Inwieweit auch (niedere) Instinkte (wie Angst, Neid, Menschenhass/Sadismus, etc.) wäre noch zu überprüfen. Vom möglicherweise (mit)ursächlichen Antisemitismus ganz zu schweigen.

Anonymous User 15. Dezember 2016

@rumpelex,

>> so, wie ich das verfolgt habe, hat sich Gerald Hensel schlicht vertan mit achgut.
Zuerst hat Herr Hensel auf Facebook nach konservativen Blogs gefragt, um aus seiner Blase mal herauszukommen. Also hatte Herr Hensel es nicht (nur) auf radikale Blogs abgesehen. Dann wurde u.a. der Blog „Die Achse des Guten“ explizit in eine Reihe mit deutlich extremeren Seiten gestellt. Dass sie später nicht auf der Blacklist stand bzw. „explizit“ ausgenommen wurde, ändert nichts. Auch lassen sich die über Doppelbande gespielten „Hinweise“ an Kunden, etwa an Innogy, ganz (!) klar nicht nur als wohlmeinende Ratschläge, sondern auch als unterschwellige Drohung interpretieren.
Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass das alles nicht aus bösem Willen, sondern aus einer unglücklichen Abfolge von Zufällen und blöden Umständen entstanden ist. Mal angenommen – bliebe immer noch der Versuch, eine politische Diskussion nicht mit Argumenten, sondern mit der Beschädigung des politischen Gegners zu gewinnen, blieben immer noch Selbstgerechtigkeit und Sendungsbewusstsein Hensels, mit dem der auch auf weniger aufgeregte Kommentare reagierte.
Herr Broder ist mir gelegentlich durch seine Provokationsfreude aufgefallen, und ob man Frau Lengsfeld verwirrt oder konsequent nennen mag, liegt sicherlich auch im Auge des Betrachters. Mein Punkt ist aber nicht, den beiden politisch zuzustimmen, sondern mich ärgert der dreiste Versuch, die Meinungsfreiheit zu beschränken. Ich würde genauso reagieren, wenn es gegen die „Nachdenkenseiten“ gehen würde.

Viele Grüße

Anonymous User 15. Dezember 2016

@ Egbert_Sass

Hensel ist sehr schnell mit Vorhaltungen wie "Sie lügen" und "postfaktisch" zur Hand. Ein Blogger hat sich mal Hensels Twitter-Timeline angeschaut, was er dabei fand, lässt einen an den Spruch mit dem Glashaus und den Steinen denken: https://tapferimnirgendwo.com/2016/12/15/keingeldfuerrechts/

Off topic: die hellgraue Schrift auf weißem Hintergrund ist nicht sehr ergonomisch, liebe wuv-Redaktion. Ein stärkerer Kontrast würde m.E. die Attraktivität Ihrer Seiten erhöhen. Davon abgesehen finde ich Ihr Webseitendesign ganz OK.

Anonymous User 15. Dezember 2016

@Frank Zimmer
Damit hat sich auch unsere Meinungsverschiedenheit aufgeklärt. Hensels Replik war und ist direkt unter Broders Artikel vom 07.12. verlinkt. Sie kannten den Inhalt offenbar nicht. Und ich dachte schon, sie wollten derartige Schmähungen wirklich verteidigen.

http://www.achgut.com/artikel/der_denunziant_von_scholz_und_friends

Hensel beginnt gleich mit einem heftigen Vorwurf gegenüber Broder:
1. Sie lügen.

Hinweis für die Kollegen aus der Werbewirtschaft, in der es verschiedene Grade von Wahrheit gibt – der Vorwurf der Lüge gegenüber einem renommierten Journalisten ist vergleichbar mit der Behauptung, ein angesehener Werber würde regelmäßig Koks konsumieren und mit minderjährigen Zwangsprostituierten kopulieren. (In einem bekannten Fall war der Akteur hauptamtlicher Jurist, nicht etwa Journalist).

Anonymous User 15. Dezember 2016

Die gezielte Programmierung Schutzbefohlener in einem Rollenspiel in einem extra dafür angelegten Rahmen als Beleg für die massenpsychologische Beeinflussung von Budget-Entscheidern in mit Millionen jonglierenden Konzernen durch 1 Tweet und 2 Blog-Artikel anführen zu wollen ist vorsichtig ausgedrückt nicht das stärkste Argument, was ich hier bislang gelesen habe.

Anonymous User 15. Dezember 2016

@wunderknabe
Haben Sie mal "Die Welle" von Morton Rhue gelesen? Dann können Sie sich erklären, wie "meinungsbildend" gruppendynamisches Verhalten zustande kommt. War ein reales Experiment übrigens.

Anonymous User 15. Dezember 2016

gut - böse
links - rechts
Politik - freie Wirtschaft

Ich habe dazu mal eine Frage: Wenn Herr Hensel mit seiner Aktion so im Unrecht ist und die Mehrheit der Deutschen scheinbar gleich denkt - warum distanzieren sich die Firmen dann von der Seite? Zwingt sie doch keiner dazu...
Antwort: Weil Werbung auf eben solchen Seiten nicht zu ihrem Markenimage passt. Punkt.
Da helfen auch keine gegenseitigen Verunglimpfungen oder Angriffe.
Jeder muss selbst wissen, ob er sein Geld in extreme Seiten stecken will. Links oder rechts. Da die meisten Marken aber positive Gefühle bei den Konsumenten erzeugen möchten, wollen sie natürlich nicht anecken. Und der "Denunziant"? Nachfragen wird man wohl noch dürfen. Das nennt man Bewusstsein schaffen. Über die Art der Vorgehensweise lässt sich natürlich streiten...

Anonymous User 15. Dezember 2016

Selbst wenn die Aktion von Herrn Hensel nicht perfekt durchdacht war, freut es mich doch, dass ein Werber mal halbwegs aufwacht und sich gegen die dunkle Seite der Macht auflehnt. Das kommt selten genug vor. Für seinen Arbeitgeber würde ich schon alleine deswegen nicht arbeiten, weil die für die CDU arbeiten. Erinnern wir uns, als es in Deutschland zu massiven Protesten gegen den Irak-Krieg kam, ist Merkel erstmal in die U.S.A. geflogen, um Bush in den Hintern zu kriechen. Der Irak-Krieg wurde übrigens mit Fake-News begründet und war eine völkerrechtswidriger Angriffskrieg. Hat irgendjemand Bush oder Blair deswegen angeklagt, sitzen die im Knast? Nein. Hat Abhör-Präsident und Friedensnobelpreisträger Obama das Konzentrationslager Guantanamo dicht gemacht? Nein. Fordern unsere ach so aufrichtigen Leitmedien das? Fordert die CDU das? Nein. Die ist mir auch zu rassistisch und menschenfeindlich und hat sich beispielsweise mit den Faschisten vom Maidan solidarisiert. Ebenso sind die saudi-arabischen Monarchen unsere strategischen Partner. Da muss merkwürdiger Weise keine Freiheit und Demokratie hin exportiert werden, dafür aber Maschinengewehre, mit denen dann in Syrien und Jemen gemetzelt wird. Und mit Herrn Broder muss man echt kein Mitleid haben. Er ist einer der geistigen Brandstifter, die uns Pegida beschert haben. Gesendet und publiziert wurde er unter anderem von deutschen Leitmedien. Der Schoß ist noch fruchtbar aus dem das kroch.

Anonymous User 14. Dezember 2016

@E. Seidel Danke für den Hinweis, den Satz kannte ich noch nicht, und er spricht nicht für Herrn Hensel.

Anonymous User 14. Dezember 2016

Schön, dass Ihnen mein Artikel zum Thema "Rückkehr zur zivilisierten Auseinandersetzung" so gut gefallen hat, @Bart Simpsen.

Anonymous User 14. Dezember 2016

Sehr geehrter Herr Zimmer,

ich bin bass erstaunt, dass Sie schreiben: "Gerald Hensel (...) überschreitet nicht die Grenze zur persönlichen Herabwürdigung. Er kritisiert, aber er beleidigt nicht."

Haben Sie denn nicht den Artikel von Herrn Hensel vom 7.12. auf medium.com gesehen, in dem er Herrn Broder aufs übelste beschimpft? Nach der unverfänglichen Anrede "Lieber Herr Broder" wirft Hensel, anders kann man es nicht sagen, mit Fäkalien.

ZITAT: "Heute tun Sie mir einfach nur noch leid, weil Sie gerade zur Fleischwerdung der populistischen, postfaktischen Scheiße geworden sind, in der diese Welt gerade steckt."

Und in diesem Ton geht es weiter.

Quelle: https://medium.com/@ghensel/lieber-herr-broder-8b81646e512f#.fo0kdfngx

Mal ganz unabhängig von der aktuellen causa, wie gut steht denn ein Angestellter, der sich in der Öffentlichkeit derart präsentiert, einem Unternehmen wie Scholz & Friends zu Gesicht?

Anonymous User 14. Dezember 2016

Wissen sie Herr Frank Zimmer was der Unterschied ist zwischen einer Nutte und sie? Die Nutte verdient sich ihr Geld auf ehrlicher Weise. Sie verdienen es stattdessen auf unehrlicher Weise. Denn sie unterstützen einen roten Nazi bzw. Stalinisten, also, Gerald Hensel. Das sagt alles über sie und ihrer Firma,
"Werben und Verkaufen".

Anonymous User 14. Dezember 2016

@Hans Jacob Heidenreich:
Zappa zu zitieren ist gefährlich, das könnte nach hinten losgehen.
eE hat nach seinen eigenen Anfängen in der Werbebranche dafür nämlich gar nichts mehr übrig:
"in other words, the [American] advertising system, which is one of the main evils of contemporary society – the whole idea of making people buy things that they don't need is morally wrong."

Anonymous User 14. Dezember 2016

Zu glauben, Konzerne interessiert es, ob sie bei Rassisten oder Faschisten werben, ist ziemlich naiv. Das Einzige was im Kapitalismus zählt ist die Profitmaximierung. Nicht die Ethik. Endkunden interessiert es mitunter allerdings schon wer von der Industrie gesponsert wird. Werbung bei Broder langt mir tatsächlich, um die beworbenen Produkte und Dienstleistungen zu boykottieren. :)

Anonymous User 14. Dezember 2016

Mich freut die Aufregung um die Verleumdungskampagne des Herrn Hensel. Es hätte mich sehr erschreckt, wenn so etwas einfach stillschweigend hingenommen worden wäre.
Es ist erschreckend genug, dass im Jahr 2016 so viele Menschen unterwegs sind, die immer noch der (absolut falschen) Meinung sind, der Zweck heilige die Mittel! Sprich: Herr Hensel bedient sich einer höchst undemokratischen Methode (Denunziation), um sich für eine seiner Meinung (!) nach "gute Sache" einzusetzen. Demokratie geht anders.

Anonymous User 14. Dezember 2016

Zitat Frank Zimmer: "Am Ende entscheidet der Werbekunde der Achse, denn es sein Geld und nicht ihr Geld, Und wenn sich ein Werbekunde entschieden hat, dort nicht mehr zu werben, dann muss die Achse das akzeptieren. Niemand kann ein werbungtreibendes Unternehmen zwingen, in einem bestimmten Medium Anzeigen zu schalten. Nennen Sie es Stalinismus, die meisten Leute nennen es freie Marktwirtschaft."

Das Entscheidende daran ist allerdings, daß der Werbekunde sich aufgrund einer unbegründeten Denunziation des Herrn Hensel von S&F dazu "entschieden" hat (und Sie kennen den alten Spruch: "Das größte Schwein im ganzen Land/Ist und bleibt der Denunziant".)

Nein, niemand kann ein Unternehmen dazu zwingen, in einem bestimmten Medium Anzeigen zu schalten, da haben Sie völlig recht. Aber ein Schwein von Denunziant kann Unternehmen drohend nahelegen, ja nicht mehr dort zu inserieren, wo es nach Ansicht des Denunziantenschweins nicht mehr inserieren sollte.

Und Sie, Herr Zimmer, behaupten also, daß diese Firmen aus wohlerwogener eigener Überzeugung nicht mehr bei der Achse werben wollen, und daß das überhaupt nichts mit der Denunziation des Denunziantenschweins zu tun habe.

Und schon habe die Achse sich dieser völlig unbeeinflußten, ganz iindividuellen Entscheidung der Werbekunden zu beugen.

Ich meinerseits finde nun, daß Sie falsch auf Ihrem Posten sind. Ihre rhetorischen Verdrehungen erscheinen mir als derart durchschaubar, primitiv und platt, daß ich mich wundere, wie Ihre Organisation einem derart unbeholfenen Spindoctor die Verteidigung in einer nicht ganz unbedeutenden Sache überlassen kann. Die freie Marktwirschaft, die ich ganz entschieden vertrete, hat es nicht verdient, durch abenteuerliche Argumentationen wie der Ihrigen tatsächlich in die Nâhe des Stalinismus gebracht zu werden.

Anonymous User 14. Dezember 2016

Kurzer Einschub: Herr Hensel arbeitet in einer Kreativagentur, die sich mit Konzeption und Kreation von Werbung beschäftigt. Nicht in einer Mediaagentur, die Werbung plant und schaltet. Ich erwähne das, weil das hier manchmal durcheinander gebracht wird.

Anonymous User 14. Dezember 2016

Wie kann man hier einen "Fake-Account" haben, wenn man sich gar nicht registrieren muss? Naja, wenn man hier zu nahe an die Wahrheit kommt, ist wohl mit kindischem Verhalten seitens des Admins zu rechnen. Woanders wird die Kommentarspalte gleich ganz dicht gemacht – immerhin soweit ist es hier noch nicht. Wenn nahezu ein kompletter Berufstand schlechte Arbeit abliefert, muss mit Kritik gerechnet werden. Aber vermutlich findet man in Ihrem Verlag die Berichterstattung in unserem Land total ausgewogen. XD Hier mal eine Einschätzung von einem Journalisten:

https://www.heise.de/tp/features/Journalisten-regieren-mit-und-wie-3569375.html

Anonymous User 14. Dezember 2016

Herr Hensel hat "rechts" willkürlich selbst definiert, DAMIT dann Kunden-Firmen "beraten" (oder: vermeintlich beraten, tatsächlich ging es wohl eher um den persönlichen Erfolg seiner gestarteten Polit-Aktion), und drittens als "Medienexperte" den Gutglauben bzw. das geschäftsbedingte Vertrauen seiner Kunden (aus)genutzt.
Wenn ich zum Arzt, Apotheker, Architekt oder was auch immer gehe, vertraue ich auch (erst einmal) auf deren Empfehlungen, weil ich nicht Alles selbst nachprüfen
kann. So geht es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den Ansprechpartnern vieler Agenturkunden. Inwieweit sie sich (aufgrund des unten beschriebenen Hintergrundwissens) dadurch sogar direkt genötigt fühlten, wäre ebenfalls noch herauszufinden. Von einer "frei gebildeten" eigenen Meinung kann daher kaum Rede sein, eher von gezielter Manipulation und ausgenutztem Vertrauen. Dass Herr Hensel schliesslich wieder von dieser "Einstufung" abgerückt ist, bestätigt die o.g. Einschätzung noch

Anonymous User 14. Dezember 2016

Lieber Herr Zimmer,
ich rede von Politik, weil ein Herr Hensel das Werbeumfeld politisiert hat, nicht ich.

Und es ging in meinem Beitrag auch darum, dass ich als mündiger Bürger selbst entscheiden möchte, was mir so als Werbung vorgesetzt wird, ohne dass vorher ein Filter eingebaut wird, wie es Herr Hensel so gerne möchte.

Ich wünsche Ihnen schöne Feiertage.

Anonymous User 14. Dezember 2016

@Hans Heidenreich, jetzt wirds aber abenteuerlich. Die SPD war die einzige Partei, die 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hatte. Alle konservativen Parteien nicht.

Und ja, die letzten wahrnehmbaren Widerstände kamen aus größtenteils nichtdemokratischen nationalkonservativen Kreisen (Stauffenberg et.al.), und jetzt fragen Sie sich mal warum. Genau, da waren nennenswerte linke Kräfte schon längst weggesperrt bzw. ermordet.

Sie können aber gerne noch mal nachlesen: http://www.zeit.de/1953/12/der-mythos-des-ermaechtigungsgesetzes

Anonymous User 14. Dezember 2016

Lieber Herr Zimmer,

über den Stil und den Ton auf bestimmten Seiten würde ich keine Worte verlieren. Solange niemand beleidigt wird oder sich beleidigt fühlt mag sich jeder Leser ein eigenes Urteil bilden und muss nicht lesen, was ihm nicht gefällt.

Schwieriger finde ich hingegen Aussagen wie "Häme ist kein werbefinanziertes Geschäftsmodell". Wer entscheidet das?

Dann mögen doch bitte Leser, Werbende und Blogbetreiber entscheiden, wie sie zusammenpassen. Es hat dies ja bis dato auch gut funktioniert, bis Herr Hensel mit seinen Methoden wirtschaftlicher Vernichtung durch Ausüben von Druck eingestiegen ist und das Feld einer kultivierten Auseinandersetzung verlassen hat.

Wie sagte Frank Zappa (auch ein Meister der Häme): "WISDOM IS A DOMAINE OF THE WISE WHICH IS EXTINCT"

Anonymous User 14. Dezember 2016

Lieber Herr Loehr,

die Diskussion kann ich hier leider nicht führen, denn Sie reden über Politik, ich rede über Werbeumfelder. Wenn, wie Sie schreiben, die Mehrheit der Bevölkerung mit der Regierung und ihrer Politik unzufrieden ist, dann wird sie sie im kommenden Jahr abwählen. Wenn nicht, dann bleibt die Regierung im Amt. Klare demokratische Regel.

Anonymous User 14. Dezember 2016

Frank Zimmer schrieb:
"Also: Ist es legitim, Werbungtreibende vor der Unterstützung rechtspopulistischer Seiten zu warnen?"

Nein, Herr Zimmer, es ist nicht legitim. Und Ihre Begründung, warum doch, ist an keiner Stelle nachzuvollziehen. Es sei denn, Sie halten Werbungtreibende generell für zu blöd sich eine eigene Meinung zu bilden. Wenn mich ein Herr Hensel oder einer seiner Freunde anrufen würde, um mich vor einer vermeintlich "rechten Seite" zu warnen, würde ich das Gespräch wortlos beenden. Lesen Sie sich einfach mal die Reaktionen bei Scholz & Friends durch. Die meisten Zuschriften kommen von Leuten mit guter Schulbildung, von Akademikern, von Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen, die es überhaupt nicht schätzen, wenn sie jemand "mit seiner Meinung betreuen möchte". Von diesen Leuten haben wir schon genug in unseren Medien. Wir können selber denken und benötigen dazu keine Hensels und Co.. Als Familienvater war ich z.B. immer wieder begeistert, wenn gerade Grüne, denen es in der Regel finanziell ganz gut geht, bei der Schulfindung ihrer Kinder auf einmal "ganz doll rechts denken", weil sie nicht möchten, dass die kleine Lisa-Marie oder der Finn-Torben auf eine Brennpunktschule gehen, sondern in einem "liebenswerten konservativen Umfeld" zur Schulen gehen sollen, weil da nicht so brutal abgezockt oder geprügelt wird. Als liberal-konservativer Unternehmer sehe ich die Welt wie sie ist und nicht wie sie von einigen vermeintlichen Romantikern gewünscht wird. Die Bevölkerung dieses Landes ist mehrheitlich nicht mit der aktuellen Politik einverstanden, weil jeder Normalverdiener schon heute weiß, dass er als Rentner in 15 Jahren seine Miete, incl. der Mietnebenkosten, noch gerade so bezahlen kann, ohne sich aber ein Auto leisten zu können oder einen darüber hinaus gehenden Luxus. Und dann kommen so Leute wie ein Hensel daher, vermutlich mit einem guten Gehalt gesegnet und plustern sich moralisch auf. Mal abgesehen von der Art und Weise mit der ich bei Herrn Hensels "netz-gegen-nazis-Aktion" nicht einverstanden bin, spreche ich ihm auch jedes Recht ab, sich in die Verhältnisse der normalen Bürger, mit Familie, hinein zu denken. Wir brauchen nicht noch mehr links-liberale Gouvernanten im Land, sondern mehr Menschen mit einem gesunden Realitätssinn, die sich um die Belange der Bürger kümmern. Passiert das nicht, werden sich die tatsächlichen Extreme hochschaukeln und nicht die eingebildeten Extreme a la Henkel und Co..

Anonymous User 14. Dezember 2016

Lieber Herr Heidenreich,

ich bin grundsätzlich bei Ihnen und habe das oben auch so geschrieben, glaube ich. Aber ich argumentiere ja auch nicht über politische Richtungen, sondern über den Stil und den Ton auf bestimmten Seiten. Das ist eine andere Diskussion. In einem Punkt muss ich Ihnen aber widersprechen, auch wenn es fachlich hier nicht hingehört: Die SPD hatte mitnichten "keine größeren Bedenken" gegen Hitler, sondern war die einzige demokratische Partei, die 1933 den Mut hatte, gegen das Ermächtigungsgesetz zu stimmen. Was das für die Partei und ihre Aktivisten zur Folge hatte, steht in den Geschichtsbüchern (habe so was mal studiert).

Anonymous User 14. Dezember 2016

@Bärbel Schneider Zur Ihrem Hinweis auf die "taz" und die dort veröffentlichten Äußerungen über Herrn Sarrazin: Da bin ich Ihrer Meinung. Das ist inakzeptabel.

Die "taz" tut sich im Anzeigenmarkt übrigens relativ schwer und lebt meines Wissens nach eher von den Vertriebserlösen. Darum spricht aus rein fachlicher Sicht auch bei der Achse viel für ein Abo- oder Paten-Modell.

Anonymous User 14. Dezember 2016

Oha. Wir haben den ersten richtigen Troll, der unter meinem Namen postet. ("@Frank Zimmer"). Wir werden diesen Post jetzt entsprechend markieren und eventuell die gesamte Kommentarspalte schließen müssen. Das wäre schade.

Anonymous User 14. Dezember 2016

Herr Zimmer,

"rechts" und "links" sind politische Richtungen die zum politischen Spektrum gehören und immer gehörten und die, solange sie nicht "rechtsextrem" oder "linksextrem" werden auch legitim sind.

"Rechts" ist dabei als "Bürgerlich-Konservativ" zu sehen und sich hat z.B. imm dritten Reich gegen die Nazis gewandt während z.B. die SPD keine grösseren Bedenken hatte. Adenauer wurde als stramm Konservativer 1933-1945 aller Ämter (u.a. Kölner Oberbürgermeister) enthoben weil er nicht kooperieren wollte und war deshalb nacxh dem Dritten Reich als Kanzler geeignet.

Glauben Sie, "keingeldfürrechts" und "keingeldfürlinks", die nur auf die wirtschaftliche Vernichtung des politischen Gegners abzielen, sind adäquate Mittel einer politischen Auseinandersetzung? Insbesondere, wenn die Termini "linksradikal" im öffentlichen Sprachgebrauch gar nicht vorkommen, alles, was links von der Mitte ist als "rechts(populistisch" oder "nazi-..." diffamiert wird und die sog. "Linke" von Ministerien gehätschlet wird finanziell, grundgesetzwidrige sog. "No-Hatespeech"- Initiativen auf dem klinken Auge blind sind und ein Justizminister linksradikale Initiativen lobt uznd sponsert statt diese zu ahnden?

Anonymous User 14. Dezember 2016

Das heißt dann aber noch lange nicht, dass man auch korrekt definiert.
Ich halte mich da dann doch lieber an die historische Begriffsbelegung.
Die allgemeine Verwirrung der politisch Ungebildeten hat natürlich auch mit der im allgemeinen verzerrenden und tendenziösen Berichterstattung durch unsere Leitmedien zu tun, die oft genug Fake-News als "Qualitätsjournalismus" verkaufen. Kaufen tun allerdings nur noch dumme Leute oder sie lassen sich von Broder und Konsorten aufhetzen. Ob die nun von Vollzeit-Hetzern, Bild oder spiegel.de verblödet werden, ist am Ende egal.
Dieses Land hatte schon immer eine Bodensatz aus braunem Gesockse und das passt den Herrschenden ganz gut in den Kram, lassen sich diese Hirntoten doch hervorragen instrumentalisieren, manipulieren und auf andere Leute hetzen.

Anonymous User 14. Dezember 2016

@Björn "Rechts" kann jeder so definieren wie er es für richtig hält. Sie, ich, Herr Broder, Herr Hensel, die Kioskbesitzerin an der nächsten Ecke, der Maqrketingchef von BMW: Jeder kann für sich entscheiden, was er für "rechts" hält und ob er das gut findet oder nicht und ob er das unterstützen möchte oder nicht. Und auch wenn viele Menschen das gerade anders sehen möchten: Wir leben in einem freien Land mit freien Medien und freien Werbekunden, die über ihr Geld und ihre Kommunikationsstrategie frei entscheiden können. Denn es ist ihr Geld, ihre Kommunikationsstrategie, ihre Verantwortung.

Anonymous User 14. Dezember 2016

@H.P.: Ein Ansatz wäre: Wenn ein Medium, eine Person, ein Verband usw. erkennbar gegen den Kern unseres Systems, hier v.a. gegen die grundgesetzlichen Schutzrechte hetzt, dann halte ich es für angebracht und nötig, aktiv zu werden, und das nur im Rahmen der mir selbst zugesicherten rechtlichen Befugnisse. Notstand mal ausgenommen.

Und da sind in meinen Augen alle gefordert. Vor dem Hintergrund halte ich es weiterhin für berechtigt, wenn wie hier Unternehmen darauf hingewiesen werden, dass sie solche Plattformen unterstützen, und das durch die Automatisierung von Mediaplanung auch noch ungewollt. Das Ganze sollte aber auch sensibel, verantwortungsvoll und durchdacht getan werden. Gerald Hensel - und das überrascht mich schon bei einem Strategiemann und gelernten Politikwissenschaftler - war da viel zu unbedacht und sich der möglichen öffentlichen Bedeutung einer solchen Aktion nicht bewusst. Und damit ist eine an sich in meinen Augen legitime Aktion in weiten Teilen der Wahrnehmung ins Gegenteil verkehrt. Was sie in der Sache nicht verdient hätte.

Anonymous User 14. Dezember 2016

"Aber es wird ja ohnehin heutzutage so getan als wäre rechts 'die Mitte' und 'die Mitte' ist natürlich edel demokratisch, liberal und gut." Sehr geehrte Tina, es dürfte Menschen geben, die hier "rechts" durch "links" ersetzen ... Das genau ist ja das Problem der derzeitigen erhitzten Debatte. Jeder ordnet nach eigenem Gusto und eigener Wahrnehmung Menschen und Positionen/Statements als sympathisch oder unsympathisch ein und hält sich selbst, klammheimlich oder offen, für edel und gut. In diesem Spiel wird die Toleranz für Haltungen, die einem selbst nicht behagen, immer geringer, und da droht dann tatsächlich eine Art Meinungsdiktatur. In einer Demokratie muss man aber ganz viel aushalten können, auch Ansichten, die man überhaupt nicht teilt – solange sie im Rechtsstaat nicht juristisch angreifbar sind. Ich halte die Achse übrigens nicht für extrem.

Anonymous User 14. Dezember 2016

Was ist eigentlich "rechts"? Wer definiert das?

Oder anders gefragt: Wenn die CSU sagt, rechts von ihr dürfe es keine demokratisch legitimierte Partei geben, wäre sie dann nicht auch rechts und gehörte auf so eine wunderschöne, allgemein verbindliche Blacklist?

Anonymous User 14. Dezember 2016

Auch von mir – unabhängig von unseren gegensätzlichen Meinungen – meinen Dank, Herr Zimmer, für die Offenheit des Forums und damit verbunden auch der Dank an Ihre Redaktion. Ein offenes Forum ohne Zensur und Streichen missliebiger Kommentare ist ein hohes und mittlerweile auch seltenes Gut und Ausweis der Qualität der w&v.

@ Severin Tatarczyk: Chapeau, so einfach hätte es sein können.

Anonymous User 14. Dezember 2016

Der von mir verwendete Begriff "Selbstjustiz" bezog sich auf Ihre Begründung einer Legitimierung von Existenzvernichtung. Der Begriff Selbstjustiz umfasst einen weiten Bereich, steht jedoch nicht für "(einen existenziell gefährdenden Angriff ab)Wehren"/"(weitere) Schädigung verhindern" bzw. "Notwehr".
Ich meine eine Selbstjustiz wie es beispielsweise im Film "Sieben" veranschaulicht wird: Wenn an der Justiz vorbei (Stellvertreter für) "Todsünden" wie z.B. "Maßlosigkeit", "Faulheit", "Zorn" - oder eben "mangelndes Wohlverhalten", "Aggressivität" oder "rechts sein" durch entsprechende Taten "gerichtet" bzw. (existenziell) vernichtet werden sollen.
Herr Hensels Verhalten gehört jedoch nicht (nur) in die Kategorie "Selbstjustiz": Hier geht es um weit mehr (...).
Erst ist kein "Einzeltäter", sondern ruft ganz klar zum geschlossenen-gesellschaftlichen Boykott auf (#"kein Geld für rechts"). "Kauft nicht bei Juden" trifft es hier sogar wortwörtlich - was mich gerade deswegen alarmiert, weil ich in der letzten Zeit täglich öffentlichen Antisemitismus inklusive entsprechender Gewalttaten im Umfeld bzw. mit Unterstützung der CDU erlebe (...). Die Agentur Scholz&friends ist ebenfalls CDU-nah (wikipedia) bzw. arbeitet sogar direkt mit der Bundesregierung zusammen (s. website). Insofern kann bei der Aktion eines ihrer Mitarbeiter kaum noch von "privater Aktion" geredet werden, zumal ja GERADE die geschäftlichen Kontakte für die "private" Aktion genutzt wurden. Auch von "freiwilliger Entscheidung" der "Informierten" (oder viellleicht: per Verleumdung Manipulierten) kann kaum geredet werden. Da in der Vergangenheit bereits etliche Menschen aufgrund einer Meinung ("Likes" o.ä.) oder allein der (vermeintlichen) "Nähe" zu "Rechts" (->was soll das überhaupt sein?!) an der Justiz vorbei mit staatlichem (wie auch gesellschaftlichem/medialen) Wohlwollen oder Wegschauen "gerichtet" wurden, was von Verlust des Jobs, Vehinderung der Karriere, Ausgrenzung/Boykott, Verleumdung/Verhetzung bis hin zu schwerster wie auch kollektiver physischer und psychischer Gewalt und Sachbeschädigung reicht, ist der Begriff "Nötigung" durchaus zutreffend. Die Schädigung/Existenzvernichtung soll mittels Zusammenrottung geschehen, was m.E. bereits in den Bereich (staatlich) "organisierte Kriminalität" hineinreicht. Mal ganz abgesehen vom deutsch-geschichtlichen déjà-vu (...).

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