Neue Strategie von Kasper Rorsted :
Adidas konzentriert das Marketing auf sechs Standorte

Aus sechs Metropolen will Adidas künftig seine drei Streifen in die Welt schicken. Das Marketing wird im großen Stil umgebaut.

Text: Anja Janotta

Die Adidas-Zentrale in Herzogenaurach.
Die Adidas-Zentrale in Herzogenaurach.

Shanghai bildet einen Schwerpunkt, ebenso Los Angeles, New York, London, Paris und Tokyo. Diese sechs Metropolen bekommen künftig einen Gutteil des Marketingbudgets ab, das Adidas in diesem Jahr verteilen will. Zweieinhalb Milliarden Euro sind das. Denn, so das Kalkül des Sportartiklers: "Wenn wir in diesen Städten erfolgreich sind, dann ist unsere Marke weltweit begehrt."

Das sagte Vertriebsvorstand Roland Auschel dem "Handelsblatt". Allein in Shanghai habe man in den ersten Monaten dieses Jahres mehr Umsatz gemacht als in Österreich und der Schweiz zusammengenommen. Das zeigt das Potenzial der neuen Marketingstrategie, die Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted dem Konzern verordnet hat.

Dem Bericht zufolge sollen in den sechs Metropolen eigene Sport-Communities entstehen, bei denen Athleten aller Disziplinen zusammenkommen sollen und in denen Adidas verschiedene Sport-Großereignisse aufziehen will. Die größten Adidas-Stores sind hier beheimatet, außerdem hat Adidas in New York ein Kreativstudio für Designer eingerichtet. Die Idee dahinter ist, dass gerade diese Städte weit näher am Puls der Zeit sind als andere, der Konsumentengeschmack ist dort schnelllebiger und extremer.

Adidas ist mit dieser Taktik nicht allein: Auch Konkurrent Nike konzentriert seine Marketingaktivitäten auf verschiedene Innovationszentren. Hier allerdings sind es zwölf Metropolen. Allein fünf davon liegen in Europa: Berlin, Mailand, London, Paris und Barcelona.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.


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