Sportartikler :
Adidas Originals setzt sich vom Mainstream ab

"Your future is not mine": Adidas Originals - die Retro-Range der Streifenmarke - stellt das Thema "Zukunft" in den Mittelpunkt ihrer Jahreskampagne. Dabei gibt sich die Marke gesellschaftskritisch. Film ab!

Text: Markus Weber

28. Jan. 2016 - 1 Kommentar

Adidas Originals - die Retro-Range der Streifenmarke - stellt das Thema "Zukunft" in den Mittelpunkt ihrer Jahreskampagne. Dabei gibt sich die Marke erstmals richtig gesellschaftskritisch.

Man kann das so oder so deuten. Das Kampagnenmotto "Your future is not mine" klingt zunächst danach, dass sich die Marke und ihre Träger klar gegen den gesellschaftlichen Mainstream wenden. Diese Interpretation wird durch den 75-sekündigen Spot unterstützt. In dem Film sind acht - angebliche - Trendsetter in Sachen urbaner Straßenkultur rund um den Globus zu sehen: Luka Sabbat, Kyu Steed, Aleali May, Ikwa Zhao, Reese Cooper, Design Butler, Yuki Matsuda und Iman Shumpert. Der Spot ist gespickt mit assoziativen, symbolträchtigen Bildern. Dabei wirkt die Zukunft, die der jungen Generation heutzutage in Aussicht gestellt wird, beeindruckend düster. Die von Adidas engagierten Künstler und Kreativen sollen die jungen Menschen dazu inspirieren, ihre Zukunft selber aktiv zu beeinflussen anstatt den Status Quo einfach zu akzeptieren.

Es besteht freilich noch eine andere Deutungsmöglichkeit: Wenn jetzt sogar schon Adidas mit Gesellschaftskritik daherkommt, dann scheint genau diese Art von Gesellschaftskritik inzwischen ja doch längst zum Mainstream geworden zu sein.

Die Kampagne kommt übrigens von der Agentur Johannes Leonardo, New York. Regie bei dem Spot führte Terence Neale.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



1 Kommentar

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Anonymous User 29. Januar 2016

Was für eine verlogene Steißgeburt. Für ein paar Cent drei Streifen in Fernost produzieren und damit weltkritisch, an brennenden Mülltonnen vorbei, Richtung Zukunft marschieren.

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