Auf seinem Facebook-Account postet er zu seinem Abschied daher auch in gewohnt pathetischer Manier: "What's interesting about today's announcement is the feeling it gives me. Today I feel as excited and as optimistic as my 18 year old self. More to come as the dust settles."

Der Engländer, der mit seiner Homosexualität offen umgeht und sich stark für das Thema "Diversity" einsetzt, ist für AirBnB ein herber Verlust. Unter seiner Führung hat sich das Unternehmen, das immer mehr gegen Konkurrenten wie Expedia ankämpfen muss, eine klare Positionierung verpasst.

Was der CMO bei AirBnB bewirkte

Unter Mildenhalls Führung entstand beispielsweise der Spot #weaccept, der in der Pause des Super Bowls geschaltet wurde und AirBnB als Unternehmen positioniert, dass sich für Völkerverständigung, Offentheit und Toleranz einsetzt und das auch in seinen Markenwerten verankert. Als Ermöglicher von Reisen und Begegnungen passt Mildenhalls Lieblingsthema perfekt zu AirBnB.

Es bleibt abzuwarten, ob sich AirBnb auch in Zukunft so eine laute Stimme gegen Unterdrückung und Benachteiligung leisten will. Dem Unternehmen könnte es gut tun. So macht es nicht nur auf sich aufmerksam, sondern bezieht eine klare Stellung. Nur so kann eine Marke heute funktionieren.


Autor:

Lena Herrmann
Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.