Mehr Kundenservice :
Aldi plant Kundentoiletten

Mit moderneren Filialen, verlängerten Öffnungszeiten und mehr Kundenservice rüstet sich Aldi für den Wettbewerb mit Erzrivale Lidl und den großen Supermarktketten.

Text: W&V Redaktion

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Auch Aldi hat erkannt, dass günstige Preise alleine nicht mehr ausreichen, um Kunden in Scharen in die Filialen zu locken. Die deutsche Kundschaft wird anspruchsvoller - auch Discounter-Kunden. Mit moderneren Filialen, verlängerten Öffnungszeiten und mehr Kundenservice rüstet sich Aldi deshalb für den Wettbewerb mit Erzrivale Lidl und den großen Supermarktketten.

So will der Händler künftig in neuen Läden auch Kundentoiletten anbieten, wie die "Wirtschaftswoche" exklusiv meldet. In ihrer aktuellen Ausgabe berichtet sie über den "Milliarden-Plan", mit dem Aldi die Marktführerschaft verteidigen will. Denn zuletzt lief es nicht mehr rund für den weltgrößten Lebensmitteldiscounter.

Schon im vergangenen Jahr holte Aldi deshalb mehr Markenartikel ins Sortiment. Neben den Kunden-WCs mit Wickelmöglichkeiten plant Aldi noch weitere Services, die in einem Konzeptmarkt in der Nähe von München zum Teil bereits getestet werden. Dort finden die Kunden Kaffee- und Rezeptautomaten, elektronische Werbedisplays und Hintergrundmusik. "Einige Elemente werden wir in Zukunft auch in anderen Filialen übernehmen, sofern sie von unseren Kunden angenommen werden", sagt ein Aldi-Süd-Sprecher gegenüber der "Wirtschaftswoche". Auch längere Öffnungszeiten sollen mehr Kunden locken. Seit November haben 340 der 2400 Aldi-Nord-Filialen bis 21 Uhr oder 22 Uhr geöffnet.

Wie die "Wirtschaftswoche" im Dezember berichtete, rechnet Aldi Süd für 2015 mit einem Umsatzanstieg in Deutschland von 1,3 Prozent auf rund 15,7 Milliarden Euro. Aldi Nord erwartet ein Plus von 1,7 Prozent auf rund 12,2 Milliarden Euro. Die Schwarz-Gruppe kam 2014 mit Lidl und Kaufland auf einen Umsatz von 34 Milliarden Euro. 

Lidl legt im Kampf der Discounter vor - mit neuen Filialkonzepten und einer Qualitätsoffensive, die 2015 startete. Dafür hat der Lebensmittelhändler 2015 sein Werbebudget deutlich aufgestockt und gehört jetzt laut Nielsen zu den Top-Five-Werbespendern in Deutschland.


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Anonymous User 9. Januar 2016

Also, wenn das als "neuer" Kundenservice durchgehen soll, daß man sich Werbedisplays ansehen und Hintergrundmusik anhören muß, kann ich auf den Besuch dieser tollen Märkte verzichten.
Übrigens: Was ist neu an Hintergrundmusik? Und genervt hat sie schon immer, weshalb sie enorm zurückgegangen ist.

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