Modernisierungsprogramm :
Aldi Süd investiert massiv in Filialen

Der Discounter Aldi Süd steckt Milliarden in die Modernisierung der Filialen. Die Preise sollen jedoch nicht steigen.

Text: Ulrike App

Das neue Aldi-Süd-Logo prangt seit kurzem bereits an den ersten Filialen.
Das neue Aldi-Süd-Logo prangt seit kurzem bereits an den ersten Filialen.

Der Discounter Aldi Süd plant nach eigenen Angaben das "größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte". Insgesamt will der Billiganbieter bis 2019 in Deutschland rund 3,5 Milliarden Euro investieren, so ein Aldi-Sprecher. Zuvor hatte die "Lebensmittel Zeitung" über die Pläne berichtet.

Der Löwenanteil des Geldes soll in die Modernisierung des fast 1.900 Läden umfassenden Filialnetzes fließen. "Wir geben mehr Gas, weil wir sehen, dass die Modernisierung der Läden und die Erweiterung des Sortiments bei den Kunden gut ankommt", meinte der Sprecher. Aldi Süd stattet seit Anfang November sowieso auch nacheinander die Läden mit dem neuen Logo aus

Auf die Preise soll die aufwendige Modernisierung der Läden jedoch keine Auswirkungen haben, wie der Aldi-Sprecher beteuerte. Die Preispolitik und das Preisniveau würden nicht verändert. Um die Investitionen zu finanzieren, werde Aldi Süd stattdessen "für einen gewissen Zeitraum eine gebremste Ergebnisentwicklung in Kauf nehmen".

Aldi Nord hatte bereits im Sommer ein milliardenschweres Investitionsprogramm angekündigt. Das Unternehmen nimmt hierfür 5,2 Milliarden Euro in die Hand. 

Doch auch Edeka, Rewe und Lidl greifen zurzeit tief in die Tasche, um ihre Geschäfte attraktiver zu machen. Die Schwarz-Gruppe, zu der neben Lidl auch Kaufland gehört, plant in diesem Jahr nach Informationen der "Lebensmittel Zeitung" weltweit Investitionen von rund sieben Milliarden Euro. Rewe will in diesem Jahr rund 1,7 Milliarden Euro ausgeben, um sein Ladennetz in Europa zu verbessern - mehr als 900 Millionen Euro davon in Deutschland. Und Rivale Edeka investiert im laufenden Jahr nach eigenen Angaben sogar rund 1,9 Milliarden Euro in Märkte, Logistik und Produktionsbetriebe.(mit dpa)


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Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.