Und wenn an der Qualität der Marke erst einmal nichts zu machen ist? AOL-Manager Graham Moysey hat eine Alternative parat: Dann muss sie extrem gut unterhalten. Als aktuelles Beispiel nennt er den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump – unsympathisch, unerzogen, aber sehr unterhaltsam. "Das lieben die Leute", berichtet Moysey. "Großartige Inhalte" sind ihm zufolge ein wichtiges Instrument, das Unternehmen anstimmen sollten im Markenaufbau. Was emotional ist und bewegt, spricht sich herum, wird abgerufen, geteilt. Egal, ob Werbung oder redaktioneller Inhalt: Gute Inhalte finden ihre Abnehmer. Sie könnten sogar vom Griff zum gefürchteten AdBlocker abhalten, heißt es auf einem anderen Panel.

Alexander Schill ist bei der Markenbildung ein weiterer Punkt wichtig. Er nennt es "Storyliving"; nicht nur eine gute Geschichte müsse dem Kunden erzählt werden, sondern die Unternehmen müssten auch das leben und erleben, was sie dem Publikum vermitteln wollen. Fazit des Panels: Markenaufbau heute gelingt, wenn Unternehmen ihre Kunden in den Mittelpunkt stellen und mit den Kunden arbeiten. Und die Technik hilft dabei.



Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.