Offenbar versucht Mammut damit ja, sich wie ein bisschen mehr sich Richtung Extremsport zu orientieren.

Es stimmt wohl, dass die Eiger Extreme Linie durch ihre fortschrittliche Funktionalität unseren Markenclaim "Absolute Alpine“ auf die sprichwörtliche Spitze treibt. Das bedeutet aber nicht, dass darum die anderen Produkte abgewertet würden. Mammut produziert Bekleidung und Ausrüstung für Bergsportler, die oftmals extremen alpinen Witterungen ausgesetzt sind.

Wie gelingt der Spagat zwischen einer breiten Käuferansprache und gleichzeitig einem "coolen“ Image für die Bergsteigerszene?

Das "coole“ Image in der Bergsportszene entsteht durch qualitativ hochstehende Produkte. Diese Qualität medial inszeniert spricht die breite Käuferschaft an. Insofern besteht hier kein Widerspruch. Zudem scheint in den letzten Jahren ein gesellschaftliches Umdenken stattgefunden zu haben. Der Bergsport genießt heute ein höheres Ansehen in der Bevölkerung als noch vor 20 Jahren und Klettern als eigene Disziplin boomt bereits seit einigen Jahren.

Wo wollen Sie mittel- bzw. langfristig mit der Marke hin?

Wir möchten den Geist der sehr erfolgreichen Testevent-Kampagne aufgreifen und die Marke Mammut in Zukunft noch erlebbarer machen. Das bedeutet mehr direkte Interaktion mit dem Kunden, mehr Dialog. Zudem möchten wir den Menschen den Zugang zum Bergsport erleichtern, indem wir neben unseren Produkten auch professionelle Einführungen in den Gebrauch anbieten. Zu diesem Zweck wurde vor zwei Jahren die Mammut Alpine School ins Leben gerufen.



Lena Herrmann
Autor: Lena Herrmann

schreibt als Redakteurin für das Marketingressort der W&V unter anderem über Sportmarken und Reisethemen. Beides beschäftigt sie auch in ihrer Freizeit. Dann besteigt sie Berge, fährt mit dem Wohnmobil durch Neuseeland und Kanada, wandert durch Weinregionen oder sucht nach der perfekten Kletterlinie.