Am liebsten in Adidas

Die beliebteste Marke bei den Deutschen ist Adidas. In einer repräsentativen Umfrage von Brandmeyer und Forsa folgen Audi, Esprit und BMW.

Text: Susanne Herrmann

05. Jul. 2012

Die beliebteste Marke bei den Deutschen ist Adidas. In einer repräsentativen Umfrage der Brandmeyer Markenberatung mit Forsa folgen auf Platz zwei Audi, auf drei Esprit und auf Rang vier BMW. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach wird von 7,4 Prozent der Befragten genannt, der Abstand zu Audi mit 4,5 Prozent ist deutlich. Auf den Plätzen fünf und sechs liegen VW und Mercedes Benz.

Dass vier von sechs Spitzenreitern Automarken sind, überrascht lediglich deshalb ein wenig, weil insgesamt 38 Prozent der Befragten angeben, dass sie die größte Bindung zu Marken aus dem Bereich Bekleidung und Sport haben. Betrachtet man nur diese Markengruppe, folgt hinter Adidas und Esprit die Marke Nike. 

Allerdings hängt das Bekenntnis zu Adidas stark vom Alter ab: "Adidas ist es gelungen, gerade innerhalb der jungen Zielgruppe eine intensive Markenbindung aufzubauen", sagt  Peter Pirck, Gesellschafter der Brandmeyer Markenberatung. Während es für rund zwölf Prozent der 14- bis 29-Jährigen wichtig ist, Kleidungsstücke dieser Marke zu tragen, sind es bei den über 60-Jährigen circa 1,5 Prozent.

Die Markenbindung gelinge dann, sagt Pirck, wenn das Produkt in seiner Leistung überzeuge, ästhetisch gefalle und es gelinge, "im Vorfeld eine Vertrautheit aufzubauen". Das schafft Adidas laut der Brandmeyer-Studie besonders gut bei den Männern. Fast neun Prozent der markenbewussten Männer geben an, eine besondere Bindung zu Adidas zu haben, bei den Frauen sind es immerhin noch knapp sechs Prozent. Umgekehrt und noch deutlicher ist das bei der Modemarke Esprit, die von knapp 4,5 Prozent der Befragen genannt wird. Dem 1968 gegründeten Unternehmen fühlen sich mehr als acht Prozent der markenaffinen Frauen, aber nur ein  Prozent der Männer verbunden.

Die Markenjunkies sind junge Menschen.  Vor allem bei den 14- bis 17-Jährigen stellen die Marktforscher eine starke Markenverbundenheit fest. Auch behauptet sich Adidas mit 21 Prozent klar vor dem Wettbewerber Nike (13 Prozent) auf Distanz halten. Peter Pirck lobt die Herzogenauracher: Adidas verdanke diesen Erfolg zum einen der jahrzehntelangen Produktqualität, die entsprechende Markentreue zur Folge habe, zum anderen gelte Adidas Trendsetter und innovative Marke. "Adidas ist es gelungen, Leistungssport und Mode erfolgreich miteinander zu vereinen. Und nicht zuletzt ist Adidas - trotz Produktion in Fernost - für die Menschen noch immer eine deutsche Marke", so Pircks Fazit.

Die aktuell mit deutscher Agentur wirbt: In den Lauf-Sommer startete Adidas vor wenigen Wochen mit diesem Film von Heimat, Berlin.

Für die "Lieblings-Marken"-Studie im Auftrag der Markenberatung Brandmeyer wurden zunächst 1.000 Deutsche bundesweit befragt. Im nächsten Schritt erfolgte eine Aufstockung der Bundesländer auf mindestens 200 Teilnehmer, in Bremen und im Saarland auf 100 Teilnehmer. Insgesamt nahmen 3.019 Bundesbürger ab 14 Jahren teil. Sie wurden ungestützt nach der absoluten Lieblingsmarke gefragt. Durchgeführt wurde die Umfrage vonm Institut Forsa. 


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Und setzt sich als ehemalige Textchefin und Gelegenheitslektorin für Sprachpräzision ein. Ihre Lieblingsthemen reichen von abenteuerlustigen Gründern über Super Bowl bis Video on Demand – dazwischen bleibt Raum für Medien- und Marketinggeschichten.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit