Arbeit, Freizeit, Schlafen – für diese drei Lebensbereiche lassen sich iPad, iPhone und Mac künftig optimieren.

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Amazon-Chef Jeff Bezos lässt sich ins Weltall schießen

Noch-Amazon-Chef Jeff Bezos will auch nach seinem Rückzug von der Konzernspitze hoch hinaus! Sehr hoch hinaus! Am 20. Juli, nur 15 Tage nach seinem angekündigten Rücktrittstermin, lässt sich der reichste Mensch der Welt (153 Milliarden Euro) von seinem Raumfahrtunternehmen Blue Origin ins Weltall schießen. Sein Bruder Mark begleitet ihn auf dem weiten, aber auch kurzen 11-Minuten-Trip. Das kündigte Bezos jetzt auf Instagram an: "Seit ich fünf Jahre alt bin, träume ich davon, ins Weltall zu reisen. Am 20. Juli werde ich diese Reise mit meinem Bruder antreten. Das größte Abenteuer, mit meinem besten Freund." Und Bezos ahnt bereits: "Wenn du die Erde aus dem Weltraum siehst, verändert es dich. Es verändert deine Beziehung zu diesem Planeten, zur Menschheit. Es ist alles eine gemeinsame Erde."

Die Bezos-Brüder reisen mit der wiederverwendbaren neuen "New Shepard"-Rakete von Blue Origin ins All. Sie bietet Platz fürs sechs Passagiere und fliegt ohne Piloten. Einen der Plätze verlost die Firma momentan, das aktuelle Höchstgebot liegt bei 3,5 Millionen Dollar (2,87 Millionen Euro). Wer mit Amazon-Astronaut Bezos mitfliegt, ist allerdings noch ein gutes Stück entfernt von "Space, The Final Frontier". Wie npr.org vorrechnet, beginnt das Weltall offiziell oberhalb der sogenannten "Kármán-Linie" in 100 Kilometern Höhe, die die Luftfahrt von der Raumfahrt trennt. Diese Marke soll die "New Shepard" tatsächlich überwinden, aber nur für sehr kurze Zeit. Auf eine Erdumlaufbahn geht die Rakete dabei nicht. Trotzdem schafft es Bezos, vor Weltraum-Rivale Elon Musk ins All zu fliegen – und das an einem historischen Datum. Denn der 20. Juli ist das 52-jährige Jubiläum der ersten Mondlandung von Apollo 11.

Twitter: So funktionieren die neuen Super Follows

Viel los bei Twitter. In Australien und Kanada hat das Netzwerk gerade sein erstes kostenpflichtiges Abo "Twitter Blue" gestartet, das unter anderem die Möglichkeit bietet, bereits abgeschickte Tweets 30 Sekunden lang zurückzuholen, zu bearbeiten oder zu löschen. Für Deutschland hat Twitter den Preis von 2,99 Euro im Monat bereits ausgeplaudert. Und künftig sollen weitere Funktionen dazukommen, die das Abo rechtfertigen. Nächste Neuheit sind die "Super Follows". Hier können Promis und andere "Premium-Twitterer" ihren Fans erstmals kostenpflichtige Inhalte anbieten.

Die App-Expertin Jane Manchun Wong hat im Code der Twitter-App frische Infos zu der Neuerung entdeckt, deren Prinzip sie so beschreibt: "Wie Patreon, bloß auf Twitter." Wer sich für die "Super Follows" bewerben und sein Twitter-Gefolge mit exklusivem Content beglücken will, muss demnach drei Voraussetzungen erfüllen: Er/Sie muss mindestens 10.000 Follower haben, zumindest 18 Jahre alt sein und in den letzten 30 Tagen ein Minimum von 25 Tweets veröffentlicht haben. Twitter orientiert sich offenbar nicht nur an Patreon. Auch das bisweilen schmuddelige "OnlyFans" wird in Zusammenhang mit der Kategorie "Adult Content" in der Beschreibung der neuen Funktion genannt, so The Verge. Ein typischer Preis wären demnach fünf Dollar im Monat.

Diabetes-Hoffnung: Smartuhren sollen Insulin ausschütten

Künftige Smartuhren wie die nächsten Generationen der Apple Watch oder der Galaxy Watch von Samsung sollen den Blutzuckerspiegel von Diabetes-Patienten ohne "Pieks" messen. Dabei analysiert ein optisches Miniatur-Spektrometer auf der Unterseite der Uhr Biomarker im Blut, über die sich der Zuckerspiegel bestimmen lässt. Eine medizinisch verlässliche Messung soll nur rund 20 Sekunden dauern. Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) denken aber bereits einen Schritt weiter. Sie wollen die Insulinspritzen, die Diabetiker bei Bedarf brauchen, durch Smartphone-basierte Gentechnik ersetzen. Das berichten das Wissenschaftsmagazin Nature und der Wiener Standard.

Dabei kommt das grüne Licht zum Einsatz, das Smartuhren an ihrer Unterseite schon jetzt zur Pulsmessung am Handgelenk abgeben. Wie die Wissenschaftler um den Biotechnik-Professor Martin Fussenegger in Versuchen mit Mäusespeck und mit lebenden Mäusen erforscht haben, kann dieses grüne Licht die körpereigene Produktion von Insulin durch die Haut hindurch ankurbeln – wenn den Patienten zuvor genetisch veränderte Zellen zugeführt wurden, die diesen Prozess unterstützen. Bis zum Einsatz im medizinischen Alltag sind aber noch viele Hürden zu überwinden. So müssten die verwendeten Zellen durch Eigenzellen des Patienten ersetzt werden. Generell könnte das grüne Licht, das jeder Smartwatch-Besitzer kennt, als molekularer Schalter in Zukunft aber tatsächlich Insulinspritzen ersetzen.

Insulin per Smartwatch – das würde das Leben von Diabetikern deutlich vereinfachen.

Insulin per Smartwatch – das würde das Leben von Diabetikern deutlich vereinfachen.

Nintendo: Der erste Blick auf die neue Switch Pro

Rund um die erneut virtuelle Spielemesse E3, die vom 12. bis 15. Juni stattfindet, hoffen Beobachter immer noch auf die Premiere von Nintendos aufgerüsteter Spielkonsole Switch Pro. Sie soll beim Anschluss an den Fernseher erstmals 4K-Spiele zeigen können. Außerdem wird erwartet, dass der Bildschirm künftig OLED-Technik nutzt, und von bisher 6,2 Zoll auf 7 Zoll anwächst. Wachsen soll dadurch auch der Preis, von derzeit rund 300 Euro auf voraussichtlich 399 Euro. Ein bekannter Spiele-Leaker und ein Videokünstler zeigen in mehreren Tweets nun erstmals, wie die Switch Pro aussehen könnte.

Die Bilder, von denen nicht klar ist, ob sie tatsächlich auf einem Leck bei Nintendo basieren, zeigen, dass die Switch trotz üppigerem Display insgesamt gar nicht oder kaum anwächst, weil der Rahmen um den Bildschirm kleiner wird. Wichtigste optische Änderung ist demnach ein neues TV-Dock, in das die Konsole nicht mehr wie bisher eingeschoben wird. Stattdessen liegt die Switch Pro nur noch auf dem Dock. Das bisherige Einschieben nach Art eines Toasters war bei Fans überaus unbeliebt, weil der Bildschirm dabei verkratzen konnte. Das Spielemagazin GamePro zitiert viele positive Reaktionen von Nintendo-Fans auf die Bilder, beispielsweise so: "Die Idee eines freiliegenden Bildschirms, der im Dock steht, ist klasse. Wie ein Mini-Fernseher für den Table Top-Modus. Besser als der Toaster sowieso."



Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.