Apple muss sich in Anzeigen bei Samsung entschuldigen

Demütigung: Apple wurde dazu verurteilt, öffentlich - unter anderem in Form von Tageszeitungsanzeigen - auf ein Gerichtsurteil aufmerksam zu machen, wonach Samsung bei seinem Galaxy-Tablet nicht vom Design des iPad abgekupfert hat.

Text: Markus Weber

So etwas gab es noch nie: Der US-Konzern Apple ist von einem britischen Gericht dazu verurteilt worden, die Öffentlichkeit - unter anderem in Form von Tageszeitungsanzeigen - auf einen Richterspruch aufmerksam zu machen, wonach Samsung bei seinem Tablet Galaxy nicht vom Design des iPad abgekupfert hat. Das berichtet der Business-Newsdienst Bloomberg.

Einen entsprechenden Hinweis muss Apple sechs Monate lang auf seiner Homepage publizieren. Entsprechende bezahlte Anzeigen müssen dem Bericht zu Folge in der Financial Times, der Daily Mail, bei Guardian Mobile sowie bei T3 geschaltet werden. Damit soll der durch die Berichterstattung entstandene Eindruck korrigiert werden, wonach Samsung bei Apple abgekupfert habe, zitiert Bloomberg den zuständigen Richter.

Für Apple ist das eine echte Demütigung. Der US-Konzern will gegen das Urteil Berufung einlegen.


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Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.