Auch nach Feierabend erreichbar - Wenn Freizeit zur Nebensache wird

Monster-Studie: Fast jeder zweite Arbeitnehmer nutzt sein privates Smartphone auch für berufliche Zwecke - und bleibt nach Feierabend für Kunden und Kollegen erreichbar.

Text: Markus Weber

07. Aug. 2012

Fast jeder zweite Arbeitnehmer nutzt sein privates Smartphone auch für berufliche Zwecke - und bleibt auch nach Feierabend für Kunden und Kollegen erreichbar. Das ist das Ergebnis der Studie "Bewerbungspraxis 2012" im Auftrag des Onlineportals Monster.de. Durchgeführt wurde die Studie vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt.

Demnach gehen die Vorstellungen von dem, was Work-Life-Balance bedeutet, unter den Berufstätigen ziemlich weit auseinander. Jeder zweite Arbeitnehmer kann sich selbst im Urlaub nicht von seinem Smartphone oder Laptop - und damit vom Zugang zur beruflichen Kommunikation - lösen. Die neuen Technologien verleiten dazu, jederzeit in Verbindung mit dem Arbeitsplatz zu stehen.

"Eine klare Trennung zwischen Job und Freizeit gibt es für viele Beschäftigte nicht mehr", resumiert Bernd Kraft, Vice President General Manager bei Monster. "Das mögen einige mehr und andere weniger als Belastung empfinden. Wichtig ist aber immer, dass sich Arbeitgeber Gedanken machen und diese mit den Mitarbeitern diskutieren. Beschäftigte sollten das Gefühl haben, dass ihr Privatleben ernst genommen und respektiert wird. Das erhöht langfristig die Zufriedenheit und auch die Leistungsfähigkeit. Hier sollten Unternehmen bewusst gegensteuern, Vorgesetzte mit gutem Beispiel vorangehen."

Die Studienautoren geben zu bedenken, dass viele Menschen, für die Arbeit außerhalb der Bürozeiten zum Alltag gehört, vermehrt über physische und psychische Erkrankungen klagen. Burnout und Depressionen können die Folge sein.

Eine Kurzzusammenfassung der Studie kann hier angefordert werden.
 


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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