Aufstiegskampf: Neuer Fortuna-Sponsor Vodafone pusht Discountmarke Otelo

Billigmarke in der Ersten Liga: Lange war die Marke so gut wie tot, jetzt investiert Vodafone kräftig in die Wiederbelebung von Otelo. Sie soll als Zweit- bzw. Discountmarke gepusht werden. Erster Schritt: Das Engagement als Hauptsponsor beim neuen Fußball-Erstligisten Fortuna Düsseldorf.

Text: Markus Weber

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Lange war die Marke so gut wie tot, jetzt investiert Vodafone kräftig in die Wiederbelebung der alten Marke Otelo. Sie soll als Zweit- bzw. Discountmarke gepusht werden. Der erste Schritt: Das Engagement als Hauptsponsor beim (wohl) neuen Fußball-Erstligisten Fortuna Düsseldorf. Konkrete Zahlen sind zwar nicht bekannt. Aber klar ist: Vodafone zahlt dafür mit Sicherheit deutlich mehr als eine Million Euro pro Saison. Der Vertrag gilt zunächst für zwei Jahre.

Das plötzliche Engagement des Düsseldorfer Mobilfunkkonzerns im Billigsegment zeigt, wie sehr das Unternehmen zuletzt vor allem durch den Konkurrenten E-Plus immer stärker in Zugzwang kam. Denn E-Plus spricht mit seinen Discountmarken Simyo, Base und seit April auch noch Yourfone.de (Allnet-Flatrate für Telefonate in deutsche Fest- und Mobilnetze inklusive mobile Internetnutzung für 19,90 Euro im Monat) seit Jahren die preisbewussten Zielgruppen erfolgreich an.

Die Uralt-Marke Otelo gehörte in den 90er Jahren noch zu RWE und Veba, wurde dann aber kurz vor der Jahrtausendwende aufgegeben. Dennoch hat Vodafone die Rechte an der Marke immer behalten. Im Internet ist die neue Discount-Strategie von Otelo schon seit einiger Zeit zu sehen.

Wie der Mobilfunkanbieter gestern bekanntgab, hat Vodafone Deutschland im vergangenen Geschäftsjahr Kunden verloren, dank des Booms bei den Smartphones aber beim Umsatz zugelegt.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



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