Nicht nur in Europa schrillen die Alarmglocken. Auch in den USA zeigt die Bedrohung durch die Lungenkrankheit Folgen. So hat Facebook seine für Anfang Mai geplante Entwicklerkonferenz F8 wegen der Coronavirus-Gefahr abgesagt. Das Online-Netzwerk habe sich entschieden, der Gesundheit und Sicherheit von Partnern und Mitarbeitern Vorrang zu geben.

Kurzarbeitergelt in Aussicht gestellt

Der tückische Virus verbreitet sich weiter, ohne dass ein Ende absehbar ist. Und belastet schon jetzt spürbar die Wirtschaft in Europa. Während hierzulande die Befürchtungen um die Konjunktur wachsen, stellt die Bundesagentur für Arbeit bereits Kurzarbeitergeld in Aussicht.

Deutschland wird – nicht zuletzt mit Blick auf den wichtigen chinesischen Absatzmarkt – als eines der Länder bezeichnet, die am stärksten unter der Krankheit zu leiden haben dürfte. Die Deutsche Bank warnt sogar davor, dass Deutschland in eine Rezession rutschen könnte – wegen Corona. "Die exportorientierte deutsche Wirtschaft wird durch die Unterbrechung von internationalen Lieferketten besonders schlimm getroffen", sagt Chefvolkswirt Stefan Schneider. Es sei daher wahrscheinlich, dass die deutsche Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen des Jahres schrumpft. In ihrem Hauptszenario erwartet die Deutsche Bank, dass die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen weltweit auf drei Millionen steigt und dass 30.000 Menschen sterben.

Nicht ganz so düster sieht man die Zukunft bei der Deutschen Bundesbank. Ohne ein konkretes Szenario zu entwerfen: Ein solches lasse sich derzeit kaum seriös absehen.

Eindeutig hat hingegen die Börse auf die sich verschlechternde Situation reagiert. Der Dax erreichte am Freitag Vormittag mit 11.741 Punkten den tiefsten Stand seit August 2019. Und ein Ende der Talfahrt ist nicht abzusehen. (ph/dpa)

Wie Marken mit dem Coronavirus umgehen sollten, können Sie hier nachlesen.


Autor:

Peter Hammer
Peter Hammer

begleitet seit vielen Jahren redaktionell die Agentur-Branche, für die W&V wie auch früher für den Kontakter. Als Ressortleiter wie Redaktionsleiter. Liebt gute Kreation, aber mehr noch interessante und innovative Geschäftsmodelle. Unabhängig von Kanal und Größe. Was ihn immer wieder überrascht: Wie viele spannende Menschen es in der Branche gibt.