Krise des Erotikhandels :
Beate Uhse will mehr werben, um nicht zu sterben

Die Krise beim Erotikspezialisten Beate Uhse spitzt sich zu. Im vergangenen Jahr sind weit höhere Verluste aufgelaufen als geplant. Mehr E-Commerce und mehr TV-Werbung sollen die Wende bringen.

Text: W&V Redaktion

- keine Kommentare

Die Krise beim Erotikspezialisten Beate Uhse spitzt sich zu. Im vergangenen Jahr sind weit höhere Verluste aufgelaufen als geplant. Mehr E-Commerce und mehr TV-Werbung sollen die Wende bringen.

Laut einer Pflichtmitteilung könnte das börsennotierte Unternehmen bis zu 15 Millionen Euro Minus ausweisen  - bei einem Umsatz von 128 Millionen. Im vergangenen Oktober hatte man bereits eine Gewinnwarnung herausgegeben. Mit den schlechten Finanznachrichten präsentierte Beate Uhse am Dienstag eine Liste von Maßnahmen.

Demnach wird das klassische Versandgeschäft eingestellt. Am Valentinstag erscheint der gedruckte Beate-Uhse-Katalog zum letzten Mal. Die eingesparten Print-Kosten sollen "in Marketing- und Vertriebsaktivitäten zur Stärkung des Onlinehandels eingesetzt" werden. Dazu gehören ein neues Kundenbindungsprogramm und mehr TV-Werbung in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich.

16 Shops sind bereits geschlossen worden, davon drei in Deutschland. 62 Filialen bleiben vorerst übrig. Der stationäre Einzelhandel soll sich laut Beate Uhse "noch stärker auf die zukunftsträchtigen Zielgruppen Frauen und Paare" konzentrieren. Die Restrukturierung kostet 150 der knapp 600 Jobs.

Dass Beate Uhse die TV-Werbung noch ausbauen will, überrascht. Erst im vergangenen November hatte sich der Erotikhändler vom Resultat der bisherigen Kampagnen enttäuscht gezeigt. Beate Uhse ist seit 2014 TV-Kunde. Anfang 2015 ging eine weitere Kampagne on air (Kreation: Avec Studio). Hier ein Spot:


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autoren. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit