Innofact-Studie für Territory :
Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter gut, sonst geht es Ihrem Geschäft schlecht

Employer Branding ist kein Luxus, sondern ein knallharter Wettbewerbsfaktor, glaubt Territory-Manager Gero Hesse. Eine Studie soll das belegen.

Text: Frank Zimmer

Territory-Manager Gero Hesse: "Employer Branding wird mehr denn je eine Schlüsseldisziplin".
Territory-Manager Gero Hesse: "Employer Branding wird mehr denn je eine Schlüsseldisziplin".

Ein schlechtes Image als Arbeitgeber schadet nicht nur dem Rectuiting, sondern auch dem Umsatz. Das ergab eine repräsentative Online-Befragung von Innofact im Auftrag der G+J-Agentur Territory Embrace. Demnach würde jeder Vierte "auf jeden Fall" ein Produkt boykottieren, wenn er wüsste, dass ein schlechter Arbeitgeber dahinter steckt. Umgekehrt gaben zwei Drittel der rund 1.000 Befragten an,  "wahrscheinlich" oder "ganz sicher" Anbieter zu bevorzugen, die besonders viel für ihre Mitarbeiter tun - vorausgesetzt natürlich, es sei bekannt.

"Employer Branding wird mehr denn je eine Schlüsseldisziplin im gesamten Marketing-Mix", glaubt Agenturchef Gero Hesse. Der Territory-Manager beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema. Für Juni plant Territory Embrace erstmals den "Recruiting Convent" (#RC18) in Düsseldorf, eine Konferenz für Employer Branding und Personalmarketing mit dem dramatisch klingenden Motto "Innovate & Survive".

Auf die Frage, wie "schlechter Arbeitgeber" zu definieren sei, verweist Hesse auf die gängigen Bewertungsportale: "Je schlechter die Note, desto schlechter das Gesamtimage, das sich auch auf das Produktimage auswirken kann."  Den Einwand, dass beispielsweise Amazon trotz Negativ-Schlagzeilen um Leiharbeiter und Tarifstreit immer neue Rekorde schaffe, lässt er nicht gelten: "An Amazon habe ich im Kontext der Studie natürlich auch sofort denken müssen", so Hesse im Gespräch mit W&V, aber: "Wer sagt denn, dass Amazon nicht noch deutlich mehr verkaufen könnte, wenn es auch ein allgemein anerkannter guter Arbeitgeber wäre?"

Konsumenten mit höherer Schuldbildung und überdurchschnittlichem Einkommen reagieren laut Studie übrigens besonders sensibel. In der Gruppe der Konsumenten mit mindestens 3.800 Euro Haushaltsnettoeinkomme pro Monat würden 66 Prozent Produkte schlechter Arbeitgeber boykottieren.

Befragt wurden 1013 Konsumenten im Alter von 18 bis 69 Jahren. Innofact erhob die Studie zwischen dem 13. und dem 15. März 2018.


Autor:

Frank Zimmer

Redaktionsleiter Online mit analogem Migrationshintergrund. Seit 1996 im Internet. Buchautor ("Der Social-Media-Rausch") und Blogger ("Mittelrheingold"). Interessiert sich für Content Marketing und digitale Transformation. Hat eine Schwäche für Agenturen, weil er mal in einer gearbeitet hat.


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