Lesetipp :
Bei Airbnb tummeln sich deutlich mehr Profivermieter

Airbnb ist nicht mehr nur der nette Privatwohnungsvermittler von nebenan. Laut einem Bericht der SZ vergrößert sich die Zahl der professionellen Großanbieter auf der Plattform rasant.

Text: Daniela Strasser

Beispielrechnung: Wer in Berlin eine Wohnung mit Platz für vier Personen via Airbnb vermietet, kann aktuell mit rund 632 Euro pro Woche rechnen.
Beispielrechnung: Wer in Berlin eine Wohnung mit Platz für vier Personen via Airbnb vermietet, kann aktuell mit rund 632 Euro pro Woche rechnen.

Auf Vermietportalen wie Airbnb inserieren ausschließlich Privatleute, die ihre Wohnungen oder wenigstens einen Teil davon für eine begrenzte Zeit mit Fremden teilen wollen? Von wegen. Rund 18 Prozent der auf Airbnb angebotenen Wohnungen in den zehn größten deutschen Städten gehören mittlerweile demnach zu einem Vermieter, der noch mindestens eine weitere Wohnung im Angebot hat.

Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge gibt es in den zehn größten deutschen Städten mittlerweile rund 1290 solcher Multi-Anbieter. Zusammen kommen sie auf 4000 Mietofferten. Die Daten hat die SZ gemeinsam mit De Tijd aus Belgien, Le Monde aus Frankreich und Trouw aus den Niederlanden ausgewertet.

International gesehen haben die größten Anbieter nach Recherchen von Buzzfeed übrigens mehr als 1000 Angebote online. Es wird vermutet, dass es sich dabei um spezielle, für diese Art der Kurzzeitvermietung gebaute Appartementhäuser handelt.

Airbn ist ergo längst nicht mehr nur ein privates "Homesharing"-Portal, sondern muss den Spagat zwischen Profivermietern und Privatleuten meistern.


Autor:

Daniela Strasser, W&V
Daniela Strasser

Redakteurin bei W&V. Interessiert sich für alles, was mit Marken, Agenturen, Kreation und deren Entwicklung zu tun hat. Außerdem schreibt sie für die Süddeutsche Zeitung. Neuerdings sorgt sie auch für Audioformate: In ihrem W&V-Podcast "Markenmenschen" spricht sie mit Marketingchefs und Media-Verantwortlichen über deren Karrieren.