Beiersdorf-Chef Heidenreich kritisiert Werbestrategie

"Rihanna war ein No-Go": Der erst seit drei Monaten amtierende Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich lässt kein gutes Haar an der Marketing- und Werbestrategie seines Vorgängers. Besonders scharf kritisiert er die milliardenschwere Kampagne zum 100-jährigen Nivea-Jubiläum aus dem Vorjahr.

Text: Markus Weber

Der erst seit drei Monaten amtierende neue Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich lässt kein gutes Haar an der Marketing- und Werbestrategie seines Vorgängers. Besonders scharf kritisiert er die milliardenschwere Kampagne zum 100-jährigen Nivea-Jubiläum aus dem Vorjahr. "Rihanna war ein No-Go", sagte Heidenreich bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz. Ihm leuchte nicht ein, was die mit Drogen und Partyexzessen in Verbindung gebrachte Sängerin "mit den Kernwerten von Nivea zu tun", zitiert Spiegel Online den Beiersdorf-Chef.

Im Marketing hat Heidenreich deshalb innerhalb kürzester Zeit so ziemlich alles umgekrempelt, was man umkrempeln kann. Künftig soll es nur noch "Weltklassewerbung" geben. Was die herbe Kritik vom Chef für den Etathalter Draftfcb bedeutet, bleibt offen. Die Hamburger fungieren seit Januar 2011 als Leadagentur von Beiersdorf. Davor lag der Lead bei TBWA.

Spätestens bis zum Jahresende soll die bisherige Henkel-Marketerin Tina Müller in den Beiersdorf-Vorstand einziehen, wie W&V bereits Anfang Juli berichtete. Spätestens dann könnte es für Draftfcb ungemütlich werden.

Schon in Kürze soll es außerdem ein neues Verpackungsdesign mit verändertem Logo geben.


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Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.