Das weiß man auch bei Ben & Jerry's, wo man mit dem Einstieg ins Tierfuttersegment schon seit längerem liebäugelt. Die Zahlen des Marktsegments sprechen jedenfalls für sich: In den USA nahm die Zahl der Tierhalter seit 2015 um 6,5 Prozent zu, 84,9 Millionen Menschen haben dort laut der American Pet Products Association einen vierbeinigen Mitbewohner. Und 2020 dürfte der Anteil dank Corona nochmal kräftig zugelegt haben: Viele holten sich ein Tier, um ihre Einsamkeit durch den Lockdown zu lindern. Oder auch, weil dank Homeoffice die Lebensumstände für die Tierhaltung gegeben waren.

Für die Vierbeiner ist nichts zu teuer

Sie sorgten auch dafür, dass es ihren Begleitern an nichts fehlt: Alleine für Hunde-Leckerli stiegen die Ausgaben laut des Marktforschers Euromonitor seit 2015 um 44 Prozent. 2020 investierten die Hundehalter in den USA rund 5,5 Milliarden Dollar in entsprechende Produkte. Vor allem die Zielgruppe der Millennials achtet laut Ben & Jerry's darauf, dass die Zutaten für das Tierfutter hochwertig sind.

Ob und wann die "Doggie Desserts" auch in Deutschland starten, ist noch offen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch, da auch hierzulande viel für die Vierbeiner ausgegeben wird: Im Jahr 2019 wuchs der Markt für Hundefutter nach Angaben des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) um 4,2 Prozent; der stationäre Handel  erzielte einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Der Bereich "Snacks" legte dabei um 5,6 Prozent zu. Wer also selbst gerne Ben & Jerry's-Eis isst, wird seinem felligen Begleiter sicher auch gerne mal eine Portion spendieren.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde