Briten liefern immer noch :
Bench macht trotz Insolvenz weiter

Teens und Twens können ihre geliebten Bench-Pullis trotz Insolvenz der Marke weiterhin einkaufen – zumindest vorerst.

Text: W&V Redaktion

Bench-Klamotten gibt es weiterhin.
Bench-Klamotten gibt es weiterhin.

Das britische Modelabel Bench führt nach der Insolvenz die Geschäfte auch auf dem Kontinent vorerst weiter. Sowohl die 15 Filialen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden als auch die Großhandelskunden sollen weiter beliefert werden, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann am Dienstag mitteilt. Der Onlineshop wird gerade überarbeitet.

Bench zielt auf junge Kundschaft und ist hauptsächlich für seine Fleece- und Kapuzenpullis bekannt. Das Unternehmen aus Manchester hat in München zwei deutsche Tochtergesellschaften, die ebenfalls insolvent sind. Für eine "gute Lösung" müssen nach Pohlmanns Einschätzung die Insolvenzverfahren in Großbritannien und Deutschland eng abgestimmt werden. "Dies würde möglichen Investoren ein Engagement erleichtern." 

In den vergangenen Jahren hatte es Bench mit wechselnden Kapitalgebern zu tun; seit 2014 ist der Eigentümer der deutsche Investor Emeram Capital Partners aus München.

Die Gründe für die Probleme ...

Als Gründe für den Insolvenzantrag führte Bench Limited vor einer Woche den schwierigen Einzelhandelsmarkt in Großbritannien sowie "ein größeres Logistikproblem 2016" an.

Vorstandschef Barry Knight bei Bekanntgabe der Pleite: "Durch die Abwertung des britischen Pfunds, den starken Wettbewerb und den rückläufigen Markt in unserem Modebereich haben wir viel Gegenwind erfahren. Letztlich war es uns nicht mehr möglich, zusätzliche Liquidität für das Unternehmen aufzubringen, weder auf Eigenkapital- noch auf Fremdkapitalbasis."

Trotz der "zahlreichen Herausforderungen" ist Knight zuversichtlich, "dass die Marke Bench eine Zukunft hat, da sich die Marke sowohl in Großbritannien, Deutschland und auch international vermarkten lässt". Die beiden deutschen Bench-Firmen haben rund 200 Mitarbeiter, die britische Mutter gut 180.

W&V Online/dpa


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