Zugleich sind sie zur Nummer eins in der italienischen Hauptstadt aufgestiegen, einem stark umkämpften Markt angesichts von mehr als 500 örtlichen Bestattungsinstituten. Landesweit rangiert Taffo zwischen Rang fünf und sechs, wie Alessandro Taffo sagt, Angehöriger der vierten Generation des Familienunternehmens.

Beispiele für Taffo-Humor

"...zu viele Steuern, explodierende Arbeitslosigkeit und Inflation. Taffo hat die Lösung für deine Probleme: Pack Oma in den Freezer!" - um weiter ihre Pension zu kassieren. 

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Abmahnung für geschmackloses Plakat

In Deutschland ist humorvolle Werbung für Bestattungen bislang kein Thema. Oliver Wirthmann, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur, hält das auch für richtig. "Der Bestatter hat eine besondere Stellung in der Gemengelage zwischen Verstorbenen und Angehörigen. Diese Stellung muss er ausfüllen", sagt er. Niemals dürfe er die Gefühle von Angehörigen herabwürdigen. Die Grenze, ab der Menschen einen Spruch oder ein Bild geschmacklos fänden, läge bei jedem woanders - deshalb rate er ab von Versuchen, witzig zu werben.

Beim Bundesverband der Bestatter gingen stets viele Beschwerden ein, wenn ein Bestattungsinstitut in Deutschland Werbung mit Humor ausprobiere. Das werde schon immer wieder versucht - doch meistens seien es "relativ untaugliche Versuche, Aufmerksamkeit zu erhaschen", sagt Wirthmann. Gewiss sei es in Ordnung, sich über das Sterben mal lustig zu machen - auch, "damit der Tod nicht das letzte Wort behält". Doch zur Werbung seien Witze nicht geeignet.

Als krassestes Beispiel aus den vergangenen Jahren nennt Wirthmann eine Firma, die an der U-Bahnsteigkante mit dem Spruch "Kommen Sie doch näher" warb. Witzig oder nicht witzig? Der Bundesverband reagierte mit einer Abmahnung. Auch der Deutsche Werberat rügte das Plakat, es musste abgenommen werden.

Witz kommt bei Jüngeren an

Zurück zu Taffo in Rom: Als im vergangenen Juli bei staubtrockener Sommerhitze eine Reihe von Waldbränden Italien heimsuchte und die Rede davon war, dass einige auf Brandstiftungen zurückgingen, posteten die Römer eine eindeutige Botschaft auf Facebook: "Wenn Du Brände magst, komm zu uns - wir kremieren Dich."

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Michele B., einer der Facebook-Fans von Taffo, reagierte darauf so, wie es die Marketing-Abteilung des Unternehmens beabsichtigt haben dürfte: "Ihr habt jetzt meinen Respekt", schrieb er als Kommentar - "und in der hoffentlich entferntesten Zukunft werdet ihr auch meinen toten Körper bekommen." Taffo antwortete: "Wir haben es nicht eilig, Dich zu sehen, Mike!"

Die Werbung scheint also zu funktionieren - zumindest bei der jüngeren Generation.

W&V Online/dpa


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W&V Redaktion
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