The Martin Agency :
Bonds nervige Mutti: Witzige Spots von Geico

In der neuen Kampagne konfrontiert der Versicherer Geico einen coolen Agenten mit einem schwierigen Gegner - seiner Mutter. Und das ist so gut inszeniert, dass nicht nur "Adweek" um eine Fortsetzung bettelt.

Text: Frauke Schobelt

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Seit sich der US-Versicherer Geico die Preroll-Ads vorgenommen hat, gibt es eigentlich keine Ausrede mehr, wenn Zuschauer weiterklicken. Denn Geico zeigt, wie man sie mit Witz und Kreativität bei der Stange hält. Nun ist The Martin Agency erneut eine wunderbare Kampagne gelungen. In dem Spot konfrontiert Geico einen coolen Agenten, der sich gerade James-Bond-mäßig herumkloppt, mit seinem schwierigsten Gegner - seiner Mutter. Und das ist so gut inszeniert, dass nicht nur "Adweek" um eine Fortsetzung bettelt.

Stellen Sie sich vor, Daniel Craig - alias James Bond - liefert sich gerade megalässig eine Verfolgungsjagd über den Dächern von Istanbul - und in diesem Moment ruft seine Mutter an. Und beklagt sich über völlig belangloses Kram. Puff. So schnell ist es vorbei mit der Coolness.

Im Geico-Spot muss sich der Agent zur Wehr setzen, während seine Mutter lästert, dass der Vater die Squirrel-Plage nicht in den Griff bekommt. Sie blättert dabei tiefenentspannt in einem Magazin und im Garten flitzen die Squirrels herum. Derweil versucht der Sohn einhändig, mit Telefon am Ohr, die Schurken abzuwehren. So überspitzt das auch ist, viele können sich ihn hineindenken. Denn: "If you are a mom - you call at the worst time. It's what you do." Der Link zu Geico gelingt dann auch ganz gut: 15 Prozent sparen? Geico anklicken, Versicherung abschließen. "It's what you do." Das muss man nicht groß erklären.

Die Mutter wird wunderbar gespielt von Cindy Drummond, die so schön improvisierte, dass sich die Agentur entschloss, noch weitere "Momversations" über Hashtags, Tattoos oder die tote Katze zu drehen. "Sie ist eine bessere Texterin als ich", sagt Senior Copywriter Ken Marcus gegenüber "Adweek", der die Idee zur Kampagne hatte. Und schuld daran ist seine eigene Mutter. "Sie ruft immer im denkbar ungünstigsten Moment an." Rentner fehle irgendwann eben das Gespür für Bürozeiten. Wenn solche Kampagnen dabei entstehen, macht das gar nichts.

"Cat"

"Hipster"

"Hashtag"


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



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