Snapshot :
Budget-Trend 2016: Mehr Geld fürs Marketing, mehr Fragmentierung

Gutes neues Jahr? Mit Blick auf die Budgetplanungen, die die Trendaussage Snapshot für 2016 zeigt, dürfte das für einige Werber zutreffen. Nicht wenige kürzen aber auch.

Ein gutes neues Jahr könnte 2016 aller sonstigen Probleme zum Trotz für viele Werber werden. Zumindest, wenn man nach den Budgetaussagen in der Snapshot-Befragung der Münchner Gespräche und Roland Berger Strategy Consultants in Zusammenarbeit mit W&V geht: 36,6 Prozent der 41 Teilnehmer planen mit einem höheren Gesamtetat für Marketingkommunikation. Das Budget für Corporate Communications wollen immerhin 24,4 Prozent erhöhen.

Gleichzeitig zeigt sich insbesondere beim Marketing-Budget eine Spaltung im Markt: 17,1 Prozent wollen den Gesamtetat verringern. Bei Corporate Communications gilt das für 9,7 Prozent. Die nicht repräsentative Befragung liefert auch ein paar Kommentare aus dem Teilnehmerkreis, der sich aus Marketing- und Kommunikationsleitern sowie kreativen Köpfen in Agenturen, Verbänden und Beratungen zusammensetzt: Einschnitte bei den Budgets führt mancher auf die Digitalisierung zurück. Manche Unternehmen senken Budgets, weil sie die Erlöse stabil halten wollen und der Return on Investment durch die zunehmende Fragmentierung sinkt. Und von der Unternehmenskommunikation erwartet mancher eine stärkeren Auftritt als Markenverantwortliche, da sich die Marketingkommunikation mehr gen Salesförderung verschiebt.

Die nichtrepräsentative Trendbefragung Snapshot führen die Münchner Gespräche und Roland Berger Strategy Consultants durch. Mehr über die Befragung und die Möglichkeit, sich für die Teilnahme zu bewerben, finden Sie hier.

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Autor:

Ralph Pfister
Ralph-Bernhard Pfister

Ralph Pfister ist Koordinator im Marketing-Ressort. Er schreibt hauptsächlich über digitales Marketing, digitale Themen und Branchen wie Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Sein Kaffeekonsum lässt sich nur in industriellen Mengen fassen. Für seine Bücher- und Comicbestände gilt das noch nicht ganz – aber er arbeitet dran.



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