Studie :
Bundesliga-Vereine: Hauptsponsoren nur wenig bekannt

Die Sponsoren zahlen Millionenbeiträge, doch laut einer Analyse des Monheimer Instituts wissen viele Bundesbürger nicht, welches Unternehmen mit welchem Bundesliga-Verein zusammenarbeitet. Am besten schneidet da noch Bayern-Sponsor Telekom ab.

Text: Frauke Schobelt

12. Mar. 2014 - 1 Kommentar

Die Sponsoren zahlen Millionenbeiträge, doch laut einer Analyse des Monheimer Instituts wissen viele Bundesbürger nicht, welches Unternehmen mit welchem Bundesliga-Verein zusammenarbeitet. Die repräsentative Befragung von 18- bis 70-Jährigen im Januar widmete sich schon wie im Jahr 2012 der Frage, wie bekannt die Hauptsponsoren der 18 Vereine der 1. Fußball-Bundesliga in der Saison 2013/2014 sind.

So erzielen etwa die Postbank (Borussia Mönchengladbach), AL-KO (FC Augsburg), Seat (Eintracht Braunschweig) und Alfa Romeo (Eintracht Frankfurt) nur Erinnerungswerte um die zehn Prozent. Ihre Bekanntheitswerte steigern konnten dagegen die Sponsoren der Auf- und Absteiger im Vergleich zur Saison 2011/2012. Allerdings zeigen sich auch bei anderen Vereine Veränderungen. Die deutlichsten Zuwächse bei der Bekanntheit des Hauptsponsors zeigen sich beim Triple-Sieger FC Bayern München. Die Bekanntheit von Hauptsponsor Deutsche Telekom erhöhte sich von 27 Prozent in 2011/2012 auf 40 Prozent. Danach folgt der VfL Wolfsburg, bei dem sich die Sponsorbekanntheit von Volkswagen von 30 Prozent auf 39 Prozent erhöht hat. Den dritten Platz im Ranking nimmt Borussia Dortmund ein, dessen Hauptsponsor Evonik in der vergangenen Saison 22 Prozent der Befragten bekannt war und in diesem Jahr 27 Prozent.

Vor allem Frauen wissen oft nicht, welcher Markenname auf welchem Vereinstrikot prangt. 16 von 18 Hauptsponsoren der aktuellen Erstliga-Vereine werden von Frauen nur im einstelligen Prozentbereich richtig zugeordnet. Am ehesten bekannt sind ihnen die Sponsoren der Vereine FC Bayern München und VfL Wolfsburg.

Manche Vereine scheinen in der aktuellen Saison ein gutes Händchen für neue Sponsoren gehabt zu haben. Im Gegensatz zur Saison 2011/2012 führt z.B. der Wechsel bei Bayer 04 Leverkusen von SunPower zu LG Electronics, bei der TSG 1899 Hoffenheim von Suntech zu SAP und beim VfB Stuttgart von Gazi zur Mercedes Benz Bank zu besseren Zuordnungswerten.


Autor:

Frauke Schobelt, Ressortleiterin
Frauke Schobelt

ist Ressortleiterin im Online-Ressort und schreibt über alles Mögliche in den Kanälen Marketing und Agenturen. Sie hat ein Faible für Kampagnen, die „Kreation des Tages“ und die Nordsee. Und für den Kaffeeautomaten. Seit 2000 im Verlag W&V.



1 Kommentar

Kommentieren

Anonymous User 14. März 2014

Das hört sich zunächst ziemlich ernüchternd an für die großen Geldgeber, ich glaube aber nicht, dass das wirklich die entscheidenden Zahlen sind. Gladbach wird ja hier als "abschreckendes" Beispiel genannt. Als deren vorheriger Sponsor Kyocera 2005 als Trikotsponsor einstieg hatten sie eine Markenbekanntheit von 24% in Deutschland. 2010, ein Jahr nach Ende des Kontrakts, lagen sie bei 60%. Genau das wollte das Unternehmen mit seinem Engagement bezwecken. Ich kann mir gut vorstellen, dass in dieser Zeit, die Werte dafür, dass Kyocera Trikotsponsor von Gladbach ist, auch nicht entscheidend höher gelegen haben. Die Postbank hat eine hohe Markenbekanntheit, der wird es vielleicht eher um Image gehen. In diesem Fall müsste man mal auf diese Zahlen gucken.

Diskutieren Sie mit