Christian Schmidt :
Bundesregierung strebt Tabak-Werbeverbot auf Plakaten und in Kinos an

Die Bundesregierung will laut einem Medienbericht Tabakwerbung auf Plakaten und in Kinos verbieten - mit einer Ausnahme.

Text: W&V Redaktion

- 1 Kommentar

Bundesminister Christian Schmidt gilt als Werbeverbotsbefürworter. Die Bundesregierung will laut einem Medienbericht Tabakwerbung auf Plakaten und in Kinos verbannen - mit einer Ausnahme.
Bundesminister Christian Schmidt gilt als Werbeverbotsbefürworter. Die Bundesregierung will laut einem Medienbericht Tabakwerbung auf Plakaten und in Kinos verbannen - mit einer Ausnahme.

Die Außenwerbung für Tabak soll nach den Plänen der Bundesregierung spätestens ab Sommer 2020 verboten werden. Das berichtet die "Rheinische Post" am Donnerstag unter Berufung auf ein Papier des Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministeriums. Demnach haben das Bundeskanzleramt und Bundesminister Christian Schmidt (CSU) sich auf einen Kompromiss geeinigt, dass es für Zigaretten ab dem 1. Juli 2020 keine Außenwerbung etwa auf Plakaten mehr geben soll. Zudem sollen in Kinos die Zigaretten aus dem Werbeblock von Filmvorstellungen verbannt werden - allerdings gilt das angeblich nur bei Streifen, die für Zuschauer unter 18 Jahren freigegeben sind.

Bundesminister Schmidt soll ein totales Verbot ab 2018 angestrebt haben. Die Regierung muss sich momentan mit der Tabakrichtlinie der EU, die Ende Mai 2016 in Kraft treten wird, befassen. Hier geht es vor allem um den Umgang mit Logos. Die Mitgliedsländer hätten das Recht, "weitere Maßnahmen bezüglich einer Vereinheitlichung der Verpackungen zu ergreifen oder auch Einheitspackungen einzuführen", heißt es schön bürokratisch bei der EU-Kommission.  

In der EU wurde bereits 2005 die Werbung für Tabak per Gesetz drastisch eingeschränkt. Dies galt vor allem für Werbung in Medien sowie für Sponsoring im Kultur- und Sportbereich. (app/dpa)


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autoren. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.



1 Kommentar

Kommentieren

Anonymous User 6. November 2015

Schon komisch: Bei der Flüchtlingsaufnahme sind wir Spitzenreiter - beim Tabakwerbeverbot Schlusslicht.

Diskutieren Sie mit