Corporate Design :
Burger King: Grabarz wirbt für den Neustart

Burger King versucht einen echten Neuanfang: Die Marke startet mit einer überarbeiteten Visual Identity und hat sich für einen Spot in Live-Stunt-Manier projektweise die Agentur Grabarz & Partner geholt.

Text: Ulrike App

13. Jan. 2015 - 15 Kommentare

Burger King versucht einen echten Neuanfang: Der Fastfood-Konzern verpasst sich eine überarbeitete Visual Identity. Das Ziel: Die Marke und die Produkte sollen noch stärker im Vordergrund stehen. So hat das Unternehmen bei der Schrift und den Farben nachgebessert. Das Grün signalisiere die Frische der Zutaten, erklärt Burger King. Das kräftige Orange und Rot stehen für die Grillflammen, das Braun wiederum für das Fleisch.

Die ersten Änderungen hat das Unternehmen bereits Ende 2014 ausgerollt. Für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz betreut die Agentur Setup die Umsetzung im Below-the-Line-Bereich. Rund 350 Produkte hat das Unternehmen dafür neu fotografiert. Diese veränderte Anmutung bekommen die Konsumenten überall zu sehen - unter anderem in den Restaurants, der Burger-King-App sowie im jetzt startenden TV-Spot.

Der Film für die Menüs "Sparkings" gehört zur - zurzeit ziemlich beliebten - Kategorie der "Automaten-Live-Stunts". Im Leipziger Hauptbahnhof hat das Unternehmen eine Snack-Wundermaschine  platziert. Online zeigt Burger King einen 60-Sekünder, im Fernsehen läuft eine kürzere Version. Der Spot stammt von der Agentur Grabarz & Partner, die sich aber nicht offiziell als Heimat-Nachfolger fühlen darf. Burger King hat den Kreativen das Projekt anvertraut. Der Suche läuft noch weiter. Das Screeing hat FDR Agenturnavigator für Christian Bauer, Marketing Director Central Europe, durchgeführt.

"Mit der Aktion holen wir unsere Zielgruppe in einem typischen Snack-Moment ab und zeigen auf spannende Art die geschmackvolle Alternative. Und das Ganze nicht in inszenierten Hochglanzbildern, sondern frisch aus dem Leben gegriffen, einfach authentisch und echt", so Marketing-Manager Bauer.

Burger King versucht also im neuen Jahr die vergangenen Monate wieder vergessen zu machen. 2014 war das Unternehmen vor allem mit Krisen-Management beschäftigt.


Autor:

Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.



15 Kommentare

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Anonymous User 14. Januar 2015

Hey lass uns doch so voll die innovative virale Werbung machen,
bei der noch ein langweiliges Produkt. Dank einem ach so unscheinbaren Automaten zum Vorschein gebracht wird....

Ja das ist cool...

Aber vergiss die Flammen und Cheerleader nicht

Anonymous User 13. Januar 2015

Ist wirklich ein schlechter Witz. Dieser Spot beweist auch, dass nichts dazu gelernt wurde: "Frisch gegrillt" ist halt immer noch kein Konter auf die damaligen Vorwürfe wie "Ablaufdatum bei Brötchen ignoriert", "unhygienische Zustände in der Küche", etc pp - wenn ich nen alten Burger auf nem Grill aufwärme, ist der auch frisch gegrillt...
Super finde ich auch die Kriterien an neue Franchise-Nehmer (die ja angeblich das Problem waren): http://burgerking.de/submenu/unternehmen/ueber-franchising
Wollte Burger King wirklich etwas ändern, müsste an Stelle #1 "keine Fehlertoleranz" / "volle Hingabe zum Produkt" o. ä. stehen - und nicht traurig und allein als letzter Punkt ein hingerotztes "Gästeorientierung". Das deutet eher auf eine Bekämpfung des Problems (= nörgelnder Kunde) hin, als Lösung der Ursache (= miese Produktqualität).
Schuss in den Ofen.

Anonymous User 13. Januar 2015

Puhhhh, lange nicht mehr so fremd geschämt. Das ist ja von vorne bis hinten einfach nur gruselig – wackelnder Pappautomat, schlimmschlimm "Musik", Cheerleader? – was für Cheerleader?, total authentische Huch-ist-das-verrückt-Passanten und Muss-ich-das-machen-Chef?-ja-sonst-wirst-du-gefeuert-Angestellte. Und übrigens für jede Goldidee eine Beleidigung, so etwas als eine Goldidee zu bezeichnen. (Echt schwierig hier mit der Netiquette)

Anonymous User 13. Januar 2015

Am besten gefällt mir "das Grün für die Frische der Zutaten" auf dem Print-Motiv.

Anonymous User 13. Januar 2015

Goldidee? Ich versteh die Frage nicht.

Anonymous User 13. Januar 2015

reini?seit wann kann man mit einer geklauten cannes gold kampagne kunden gewinnen? reini???? das kann och nicht dein ernst sein-wo bleibt denn da die malocherehre....

Anonymous User 13. Januar 2015

Warum meinen eigentlich alle das das eine Goldidee sein soll?
Und ein Fake obendrein.
Das ist einfach Werbung. Mehr nicht.

Anonymous User 13. Januar 2015

Aus dem Leben gegriffen? Stimmt.

Burger King macht auch jedesmal so ein Theater, wenn ich bei denen auf den Parkplatz fahre.

Sorry, aber das ganze kann doch nicht ernst gemeint sein. Hat eher den Charme des Pepsi Geschmackvergleichs aus den 80er Jahren.

Anonymous User 13. Januar 2015

Gruselig. Vor allem die Cheerleader. Und warum kommt die Boulette nicht direkt aus dem Automaten?
Von neuen Ideen jedenfalls weit entfernt. Von Ideen, die die Marke verkaufen könnten, noch weiter.

"Mit der Aktion holen wir unsere Zielgruppe in einem typischen Snack-Moment ab und zeigen auf spannende Art die geschmackvolle Alternative. Und das Ganze nicht in inszenierten Hochglanzbildern, sondern frisch aus dem Leben gegriffen, einfach authentisch und echt"

Nicht zum Lachen. :(

Anonymous User 13. Januar 2015

Zu der Idee muss man nicht viel sagen, es ist keine. Und eine Goldidee schon mal gar nicht, die Jury muss erst noch geboren werden, die das auszeichnet.

Viel interessanter wäre die Strategie hinter der Aktion: Glaubt BK wirklich, mit neuen Farben (Grün für Frische, Braun für Fleisch, oha!) und einem maladigen "Live-Stunt" in Leipzig (hört, hört) löst man die Probleme rückläufiger Umsatzzahlen und Konsumentenabwanderung im QSSR-Bereich im Allgemeinen und die speziellen Imageprobleme von BK im Besonderen?

Und was soll in dem Zusammenhang das Motiv bedeuten?

G&P, das könnt ihr besser... obwohl, Food war noch nie so wirklich Euer Ding.

Anonymous User 13. Januar 2015

Eine Zahl fehlt noch: 1980!

Anonymous User 13. Januar 2015

Und die nächste lauwarme Inszenierung des Drama-Buttons & Vending Machine Mashups.

Anonymous User 13. Januar 2015

Deutlich besser als vieles, ehrlich gesagt alles aus den letzten 2-3 Jahren.

Anonymous User 13. Januar 2015

Liebe Grabarzs, ihr seid doch eigentlich eine tolle Agentur, die viele schöne Kampagnen gemacht hat. Welcher Teufel reitet euch denn da gerade, die Welt mit immer neuen "Kampagnen" zu beliefern, die meilenweit gegen den Wind nach Fake und Goldidee riechen? Bitte besinnt euch wieder auf das, was ihr wirklich gut könnt!

Anonymous User 13. Januar 2015

Cool, endlich wieder Automatenspots!

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