Konkurrenz zu Stattauto :
Carsharing: Tropen begleitet den Start von Oply in München

München bekommt ein weiteres Carsharing-Angebot: Die Marke Oply startet, begleitet von einer Kampagne der Agentur Tropen.

Text: Rolf Schröter

Kampagnenmotiv der Agentur Tropen für Oply
Kampagnenmotiv der Agentur Tropen für Oply

Sechs verschiedene Motive zeigen drei Wochen lang den staugeplagten Münchnern, wer "Dein Nachbar auf Rädern" ist und was er alles für sie tun kann. Die Motive für die neue Carsharing-Marke Oply stammen von der Berliner Agentur Tropen und sind auf Plakaten in U-Bahnhöfen und an verkehrsreichen Straßen sowie Online und in Social Media zu sehen.

Der USP

"Im Gegensatz zu anderen Carsharing-Marken treten wir nicht funktional auf. Wir gehen einen frischen Weg und wollen die Marke Oply fast zum Leben erwecken, als 'deinen Nachbarn' eben", sagt Katharina Wagner, Geschäftsführerin der Oply GmbH, einer Marke der ExaMotive S.A. aus Luxemburg.

Damit tritt Oply weniger in Konkurrenz zu Kurzzeit-Carsharing-Angeboten wie DriveNow (BMW), sondern eher zum in München etablierten Anbieter Stattauto München (Träger ist die evangelische Kirche).

Die Wachstumsstrategie

München ist der erste Standort von Oply. Bis Ende 2018 sollen mindestens zwei weitere deutsche Städte folgen. Auch eine Expansion in europäische Märkte ist mittelfristig geplant. Jedes Fahrzeug ist in einer Nachbarschaft zu Hause, in die es nach seiner Nutzung wieder zurückgebracht wird.

Oply will in all den Fällen eine echte Alternative sein, in denen die Münchner traditionell ein Auto nutzen würden: vom Großeinkauf über den Umzug bis zum Wochenendtrip und zur Urlaubsreise. In München startet das Unternehmen mit zunächst 100 Fahrzeugen in 41 Nachbarschaften – die Flotte soll abhängig von der Nachfrage schnell wachsen.

So funktioniert's

Als erster Anbieter ermöglicht Oply sowohl die spontane Kurzzeitnutzung als auch im Voraus geplante längere Nutzungsdauern – und das mit der gleichen Flotte. Dafür stellt das Unternehmen zwei App-basierte Buchungsoptionen zur Verfügung: Flex und Plan.

Mit der Flex-Buchung können Nutzer kurzfristig Autos ab 6 Euro pro Stunde mieten – für den Wocheneinkauf, den Freizeitausflug oder einen Besuch bei Freunden und Verwandten. Der Nutzer kann das Fahrzeug jederzeit zurückgeben und muss sich vorab nicht festlegen, wann er das Auto wieder zurück bringt.

Mit der Plan-Buchung sind dagegen längere Nutzungsdauern möglich: Für bis zu 27 Tage und ab sechs Monate im Voraus kann der Kunde ein Auto buchen – ideal selbst für Urlaubsreisen, denn Oply erlaubt auch Fahrten ins Ausland.

Damit man das neue Carsharing Angebot vielfältig nutzen kann, gibt es gleich vier Fahrzeugkategorien, deren verschiedene Nutzungsszenarien mit der Kampagne in München herausgestellt werden.


Autor:

Rolf Schröter
Rolf Schröter

Als Leiter des Marketing-Ressorts der W&V und neugieriger Kurpfälzer interessiert sich Rolf Schröter prinzipiell für alles Mögliche. Ganz besonders mag er, was mit Design und Auto zu tun hat.