Es folgten die üblichen Boykottaufrufe. "Schockierend! Werde keine Milka-Produkte mehr kaufen" lautete ein Post - garniert mit dem Hashtag #parentpower und dem bekannten "Shame"-Meme aus der Serie Game of Thrones

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Nach einer Weile, und offensichtlich zu spät, realisierte die Social-Media-Abteilung von Spotlight den mittelschweren Betriebsunfall. Die Agentur änderte die Wortwahl des Aufrufs. Auch eine Entschuldigung wurde veröffentlicht. "Einer unserer Casting Directors hat einen Aufruf veröffentlicht, der absolut nicht unseren Standards entspricht. Es ist inakzeptabel und wir entschuldigen uns". 

Und was macht Milka-Muttergesellschaft Mondelez? Gegenüber dem Schweizer Nachrichtenportal Nau erklärte ein Sprecher: "Wir möchten uns dafür bedanken, dass wir auf diese Ausschreibung aufmerksam gemacht wurden. Wir nehmen unsere Werbeverantwortung sehr ernst."

Weiter versicherte der Konzern, der Text entspräche nicht dem, den Milka mit der Casting-Agentur geteilt habe. "Wir würden die Verwendung einer solchen Mitteilung niemals genehmigen und prüfen mit Hochdruck die Situation mit Spotlight UK, um zu verstehen, wie und warum sie geschehen ist", so Mondelez. 


Autor:

Maximilian Flaig

ist seit 2018 W&V-Redakteur und verbringt in dieser Funktion die meiste Zeit des Tages im Agenturressort. Dort versorgt ihn die kreativste Branche der Welt zuverlässig mit guten Geschichten - oder mit Zahlen für diverse Rankings. Sport- und Online-Marketing interessieren den gebürtigen Kölner besonders.